Öko für Gründerzeit-Bauten

Ein neues Forschungsprojekt sucht nach Öko-Baustoff-Ideen für die Sanierung von Gründerzeitbauten. Zwölf Akteure wollen Lösungen für wiederkehrende Problembereiche erarbeiten.

Rund 20 Prozent der Wohnungen befinden sich hierzulande in Gründerzeithäusern. Sanierungsmaßnahmen in diesen Bauten stellen nicht selten eine besondere Herausforderung dar. Um die nationalen Klimaziele zu erreichen, muss die derzeitige Sanierungsrate verdreifacht werden. Dafür braucht es neue, praxistaugliche und ökologisch überzeugende Lösungen. Lösungen, die im FFG-geförderten Projekt „natuREnovation“ gefunden werden sollen.

Sanierungsansätze im Visier

Ein interdisziplinäres Konsortium beschäftigt sich seit Anfang des Jahres mit maßgeschneiderten Sanierungsansätzen für Problembereiche, die in Gründerzeithäusern wiederkehrend auftreten. Dazu zählen Fußboden- und Deckenkonstruktionen, Feuchtebereiche, Fassaden mit Erhaltungsauflagen, Wärmeverteilungssysteme sowie die oberste Geschoßdecke. Die entwickelten Lösungen sollen komplexen Bestandssituationen gerecht werden und zugleich bauphysikalisch sicher, ressourcenschonend und wiederverwendbar sein.

Ökobaustoffe im Fokus

Schwerpunktmäßig setzen die Forscher:innen dabei auf ökologische Baustoffe wie Holz, Lehm, Kalk, Stroh, Hanf, Wolle oder Flachs. Um ihre Eignung in der Praxis zu gewährleisten, gelte es bestehende Wissenslücken, etwa in Bezug auf den Feuchtetransport, Brandschutz oder die Statik, zu schließen, so die Projektbeschreibung.
Nach Abschluss des Projekts sollen die generierten Daten und Bauteile auch in digitaler Form für moderne Planungstools wie Revit oder ArchiCAD zur Verfügung stehen und unmittelbar zur nachhaltigen Weiterentwicklung des Gebäudebestands beitragen.
Als Projektpartner des mit rund 545.000 Euro geförderten 2-Jahres-Projektes sind mit an Bord: Hirschmugl Alois Peter, Inndata Datentechnik GmbH, IBO – Österreichisches Institut für Baubiologie und -ökologie , Ambrozy Heinz Dipl.-Ing., Vinzenz Harrer GmbH, TB Obkircher OG, Renowave.AT eG, Stauss-Perlite GmbH, Kanzian Barbara, ecoplus. NÖ Wirtschaftsagentur GmbH, DPM Holzdesign GmbH und MAGK aichholzer / klein ZT-OG