Strom-Großhandelspreise brechen ein

Der Strompreisindex der Österreichischen Energieagentur (ÖSPI) sinkt im März um 25,8 % gegenüber dem Vormonat. Auch beim Gas gibt es leichte Entspannung.

Die aktuellen Großhandelspreisindizes für März 2026 zeigen eine deutliche Bewegung am Energiemarkt. Der Strompreisindex auf Monatsbasis (ÖSPIMonat) fällt gegenüber Februar um 25,8 %. Im Vergleich zum März 2025 ergibt sich ein Minus von 13,3 %. Der Index erreicht damit einen Wert von 97,18 EUR/MWh.

Unterschiedliche Nachfrage- und Erzeugungsstruktur

Innerhalb des Stromsegments liegt der Spitzenlastpreis um 4,0 % über dem Grundlastpreis. Diese Differenz spiegelt weiterhin die unterschiedliche Nachfrage- und Erzeugungsstruktur im Tagesverlauf wider. Ein Aspekt, der insbesondere für Betreiber:innen von Flexibilitätslösungen, Speichern und steuerbaren Lasten relevant bleibt.

Gas im Jahresvergleich deutlich gesunken

Auch beim Gas setzt sich die Abwärtsbewegung fort, wenn auch deutlich moderater. Der Gaspreisindex auf Monatsbasis (ÖGPIMonat) sinkt im März gegenüber dem Vormonat um 0,6 %. Im Jahresvergleich liegt der Index sogar um 34,2 % niedriger. Der aktuelle Wert beträgt 35,04 EUR/MWh.

Gedämpfte Senkung für Endkonsument:innen

Die Indizes werden nach einer standardisierten Methode auf Basis der Notierungen an der Energie-Börse EEX (European Energy Exchange) berechnet. Eine detaillierte Beschreibung der Methode finden Sie auf der Website der Österreichischen Energieagentur. Die Indizes bilden nur die reine Energiekomponente ab. Der Gesamtpreis für Strom und Gas teilt sich bei Endkonsument:innen auf die Energiekomponente und Netzgebühren sowie Steuern und Abgaben auf. Ein Steigen beziehungsweise Fallen der Indizes lässt daher nur eine entsprechend gedämpfte Erhöhung beziehungsweise Senkung der Preise erwarten.