2025 spürbare Zunahme bei Bau-Insolvenzen

Aktuelle Daten belegen eine spürbare Zunahme der Unternehmenspleiten in den ersten Monaten des Jahres 2025. Besonders betroffen sind mittelständische Betriebe in der Baubranche sowie im Einzelhandel.

Die wirtschaftliche Dynamik zum Jahresauftakt 2025 ist von einer steigenden Zahl an Insolvenzanmeldungen geprägt. Laut aktuellen statistischen Auswertungen verzeichnen die zuständigen Gerichte eine Zunahme der Fallzahlen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Diese Entwicklung trifft unterschiedliche Wirtschaftszweige mit unterschiedlicher Intensität.

Baugewerbe unter Druck

Besonders das Baugewerbe steht unter erheblichem Druck. Hier führen die Kombination aus gestiegenen Materialkosten und rückläufigen Auftragsbeständen dazu, dass immer mehr Betriebe den Gang zum Insolvenzrichter antreten müssen. Auch im stationären Einzelhandel setzt sich der Konsolidierungskurs fort, da die Kaufkraft durch die Inflation der vergangenen Monate weiterhin geschwächt bleibt.
Analysten weisen darauf hin, dass zudem viele Unternehmen unter den hohen Finanzierungskosten leiden. Kredite für Investitionen oder zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen sind deutlich teurer geworden als in der vorangegangenen Dekade. Dies erschwert die Sanierung von Betrieben, die sich bereits in einer Schieflage befinden.Für das restliche Kalenderjahr erwarten Branchenkenner keine rasche Trendumkehr. Vielmehr sei damit zu rechnen, dass die Marktbereinigung in den betroffenen Sektoren vorerst anhält. Entscheidend für eine Stabilisierung wird die künftige Entwicklung der Energiepreise sowie eine mögliche Lockerung der Geldpolitik durch die Zentralbanken sein.