Fassadensystem auf Bambusbasis

Systemische Lösungen aus Holz rücken immer mehr in den Fokus der Bau- und Immobilienbranche. Mit einem neu entwickelten Fassadensystem auf Bambusbasis setzt das niderländische Unternehmen Moso Bamboo jetzt einen weiteren Impuls für den ressourcenschonenden Holzhausbau.

Der niederländische Bambusspezialist hat gemeinsam mit dem Systemanbieter Karle&Rubner sowie in enger Kooperation mit Derix, einem Experten für Ingenieurholzbau mit Cross Laminated Timber, ein vollständig integriertes Fassadensystem entwickelt. Die Lösung wird erstmals auf der Fachmesse DAach+HOolz 2026 in Köln vorgestellt und richtet sich gezielt an den modernen, nachhaltigen Holzhausbau.

Bambus, Aluminium, Massivholz

Das Fassadensystem folgt einem ganzheitlichen Ansatz und verbindet eine Bambus-Außenfassade mit einer Aluminium-Unterkonstruktion inklusive Dämmung, einer tragenden CLT-Massivholzwand sowie einer abschließenden Bambus-Wandverkleidung im Innenraum. Alle Komponenten sind technisch und konstruktiv aufeinander abgestimmt und werden werkseitig so vorbereitet, dass eine schnelle, sichere und effiziente Montage auf der Baustelle möglich ist. Dadurch lassen sich Bauzeiten verkürzen, Materialverluste reduzieren und Prozesse standardisieren.

Wachstumsrate und CO2-Bindung machen Bambus interessant

Bambus zählt zu den am schnellsten nachwachsenden Rohstoffen und zeichnet sich durch eine hohe CO₂-Bindungsleistung sowie eine effiziente Flächennutzung aus. In Kombination mit CLT als Hightech-Produkt des nachhaltigen Massivholzbaus entsteht ein leistungsfähiges Bausystem, das sowohl ökologische als auch bauphysikalische Anforderungen erfüllt und zugleich auf industrielle Skalierbarkeit ausgelegt ist.

Begleitet wurde die Entwicklung durch die Ingenieure von Derix, die ihre Expertise im Massivholz- und CLT-Bau eingebracht haben. Moso Bamboo fertigt die Außen- und Innenelemente aus Bambus passgenau vor, sodass das Clip-System von Karle&Rubner direkt integriert werden kann.