EcoVadis-Silber für Maba

Der Fertigteil-Spezialist der Kirchdorfer Gruppe erhält erneut die EcoVadis Silbermedaille und zählt damit zu den besten 15 Prozent der weltweit bewerteten Unternehmen. Zudem treibt man den Einsatz von Recycling-Gesteinskörnung in zentralen Produktlinien weiter voran.

Die Fertigteilindustrie steht zunehmend unter dem Druck, ihre CO₂-Emissionen transparent zu dokumentieren und messbar zu senken. Vor diesem Hintergrund wurde die Maba Fertigteilindustrie GmbH erneut mit Silber im Nachhaltigkeitsrating von EcoVadis bewertet. Das international etablierte Rating beurteilt Unternehmen in den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung und dient öffentlichen Auftraggebern wie auch Industrieunternehmen als Entscheidungsgrundlage bei der Auswahl ihrer Lieferant:innen.

CO2-Reduktion von Betonfertigteilen

Mit der aktuellen Bewertung gehört das Unternehmen zu den besten 15 Prozent der weltweit geprüften Betriebe. Nachhaltigkeitskennzahlen gewinnen insbesondere bei Infrastruktur- und Energieprojekten an Bedeutung, da sie zunehmend über Einladungen zu Ausschreibungen und die Aufnahme in Lieferantennetzwerke entscheiden.

Ein zentrales Handlungsfeld ist die Reduktion des CO₂-Fußabdrucks von Betonfertigteilen bis 2030. Dazu wird der Anteil an Recycling-Gesteinskörnung schrittweise erhöht. Ab Herbst 2026 sollen sämtliche Oberleitungs- und Fahrleitungsmasten mit mindestens 30 Prozent rezyklierter Gesteinskörnung produziert werden. Pro Mast wird dadurch mehr als eine Tonne Primärrohstoff ersetzt, verbunden mit einer entsprechenden Reduktion der Treibhausgasemissionen.

Verwendung für Lärmschutz und Masten

Erste Anwendungen sind bereits im Einsatz: Auf der Traisentalbahn werden seit 2025 Oberleitungsmaste mit rund 30 Prozent rezyklierter Gesteinskörnung aus rückgebauten ÖBB-Betonmasten verwendet. Die Tragfähigkeit wurde durch Mastbiegeversuche sowie ein begleitendes Monitoring nachgewiesen.

Auch im Bereich Lärmschutz wird Recyclingbeton erprobt. Schallschutzwände mit etwa 30 Prozent Recyclinganteil in der Tragschicht befinden sich derzeit im Bahnbetrieb. Die betontechnologische Begleitung erfolgt in Zusammenarbeit mit der TU Wien und Smart Minerals. Ziel ist es, belastbare Daten zur Ressourceneinsparung und Emissionsminderung zu generieren und diese in Umweltproduktdeklarationen sowie CO₂-Bilanzen abzubilden.