KI optimiert Asphalt und Beton

Mit dem Forschungsprojekt „SmartStreet“ treibt die Porr gemeinsam mit der Universität Innsbruck den Einsatz künstlicher Intelligenz in der Baustoffentwicklung voran.

Ziel des Projekts ist es, die Eigenschaften von Asphalt- und Betonmischungen mit Recyclinganteil präzise vorherzusagen und damit Kreislaufwirtschaft sowie Dekarbonisierung im Infrastrukturbau zu stärken.

KI soll aufwändige Versuchsreihen ersetzen

Rezyklierte Gesteinskörnungen gewinnen im Straßen- und Tiefbau zunehmend an Bedeutung. Ihr Einsatz reduziert den Bedarf an Primärrohstoffen und kann Emissionen senken. Gleichzeitig verändern sich jedoch die mechanischen und dauerhaften Eigenschaften von Asphalt und Beton, sobald natürliche Zuschläge teilweise oder vollständig durch Recyclingmaterial ersetzt werden. Bislang ließen sich diese Auswirkungen nur durch aufwändige Versuchsreihen mit unterschiedlichen Rezepturen zuverlässig bestimmen.

Rezyklat-Eigenschaften vorzeitig erkennen

Hier setzt das Forschungsprojekt „SmartStreet“ an. In Kooperation mit dem Arbeitsbereich für Materialtechnologie der Universität Innsbruck wird ein KI-Modell entwickelt, das auf Basis umfangreicher Datensätze die zu erwartenden Materialkennwerte prognostiziert. Zum Einsatz kommt ein neuronales Netz, das sowohl Berechnungsergebnisse als auch experimentelle Versuchsdaten verarbeitet. Ziel ist es, bereits im Vorfeld abzuschätzen, wie sich unterschiedliche Mengen, Korngrößen und Qualitäten von Rezyklaten auf Festigkeit, Dauerhaftigkeit und weitere relevante Eigenschaften auswirken.

Die Projektlaufzeit erstreckt sich von Oktober 2025 bis Oktober 2028, gefördert durch die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG). Das Modell ist so angelegt, dass es kontinuierlich mit zusätzlichen Daten erweitert und trainiert werden kann, auch durch Beiträge von Partner:innen aus Forschung und Praxis.