125 Jahre im Takt des Wassers

Vom Schwarzwald in die weite Welt: Seit 1901 prägt Hansgrohe die Duschkultur – mit technischen Innovationen, nachhaltigen Lösungen und starken Marken wie hansgrohe und Axor.

Was 1901 in einer kleinen Werkstatt in Schiltach begann, hat sich zu einem international agierenden Hersteller von Brausen und Armaturen entwickelt. Heute sind Produkte des Schwarzwälder Unternehmens weltweit in Hotels, öffentlichen Gebäuden und privaten Bädern zu finden – von Europa über Asien bis in den Nahen Osten. Zum 125-jährigen Bestehen blickt das Unternehmen auf eine Geschichte zurück, die eng mit technischen Neuerungen, Designkompetenz und einem wachsenden Fokus auf Ressourcenschonung verbunden ist.

Das private Bad als Grundstein

Den Grundstein legte Firmengründer Hans Grohe, der früh den Trend zum privaten Badezimmer erkannte. Mit der seriengefertigten Handbrause (1928) und der höhenverstellbaren Duschstange (1953) entstanden Lösungen, die bis heute als Standard gelten. Ab den 1970er-Jahren trieb sein Sohn Klaus Grohe die Internationalisierung voran, etablierte den Markennamen hansgrohe und erweiterte das Portfolio 1993 um die Designmarke Axor. Parallel dazu wurde Nachhaltigkeit systematisch in die Unternehmensstrategie integriert – etwa durch frühe Investitionen in Solarenergie und Umweltmanagement.

Nachhaltige Technologien & Recyclingverfahren

Innovation bleibt ein zentrales Element der Unternehmensentwicklung. Technologien wie EcoSmart zur Reduktion des Wasserverbrauchs, AirPower zur Luft-Wasser-Mischung oder CoolStart zur Energieeinsparung adressieren aktuelle Anforderungen an effiziente Gebäudetechnik. Neuere Entwicklungen wie ein Recyclingverfahren für galvanisierte Kunststoffe oder die Select-Technologie zur berührungslosen Wassersteuerung zeigen, dass auch Produktionsprozesse und Nutzerkomfort weitergedacht werden. Rund 200 Mitarbeitende arbeiten aktuell in Forschung, Entwicklung und Innovationsmanagement; ein signifikanter Anteil des Umsatzes entfällt auf Produkte, die jünger als drei Jahre sind.

Die interne Initiative „ECO 2030“ sieht zudem vor, künftig alle wasserführenden Produkte ausschließlich mit Wasserspartechnologien auszustatten. Produktionsstandorte in mehreren Weltregionen folgen dem Prinzip „Local for local“, um Lieferketten zu verkürzen. Externe Auszeichnungen wie der Deutsche Nachhaltigkeitspreis 2024 oder die EcoVadis-Platinum-Bewertung unterstreichen diesen Ansatz.

Sommerfest und Ausstellung in der Aquademie

Das Jubiläumsjahr 2026 steht unter dem Motto „Taktgeber des Wassers. Seit 1901“ und soll nicht nur die Historie würdigen, sondern auch den Blick nach vorn richten. Geplant sind unter anderem ein Sommerfest für Mitarbeitende und ihre Familien sowie die Erweiterung des Ausstellungsbereichs zur Unternehmensgeschichte in der Aquademie. Für Planer:innen, Partner:innen und Vertreter:innen der Gebäudetechnik bietet das Jubiläum Anlass, die Rolle von Wasser- und Energielösungen im Kontext nachhaltigen Bauens neu zu reflektieren.