Sanierungsbonus ist schon wieder aus
Der Fördertopf ist schon leer. Die Mittel für die geförderte thermische Sanierung für heuer sind vergeben. Die Kesseltausch-Förderung ist noch verfügbar.
Mit der Sanierungsoffensive wollte das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK) ein starkes Zeichen für den Klima- und Umweltschutz setzen. An der Nachfrage scheitert es nicht, ganz im Gegenteil, der Fördertopf für thermisch-energetische Gebäudesanierungen ist nämlich schon ausgeschöpft.
Clemens Demacsek, Geschäftsführer des Verbandes GDI 2050 Gebäudehülle+Dämmstoff Industrie 2050 zeigt sich in einer ersten Reaktion auf das Förderaus sprachlos. „Es sollte mittlerweile hinlänglich bekannt sein, dass die Minimierung des Heizwärmebedarfs an erster Stelle stehen sollte. Und dazu ist es erforderlich, zuerst die Gebäudehülle zu sanieren. Der Kesseltausch ist auch wichtig, sollte aber erst danach erfolgen“.
220 Millionen vergeben
Das Gesamtförderbudget beträgt für heuer 360 Millionen Euro. Seit dem Start im November 2025 wurden bereits Anträge im Volumen von rund 220 Millionen Euro gestellt. Deshalb hat Umweltminister Totschnig heute bekanntgegeben, dass nur mehr der Kesseltusch gefördert wird. Wer Fördergeld für den Fenstertausch oder die thermische Sanierung nutzen möchte, muss auf das Jahr 2027 warten.
Weiterhin offen ist die Förderung für den Kesseltausch. Insider rechnen aber damit, dass auch hier die verfügbaren Fördermittel Ende Februar vergeben sein könnten. Als „wichtigen Impuls für den Ausstieg aus Öl- und Gasheizungen“ sieht das der Branchenverband proPellets Austria.



