Cash für Energiegemeinschaften

Der Klima- und Energiefonds unterstützt mit dem neuen Förderprogramm weiterhin Energiegemeinschaften. Zur Verfügung stehen 5,3 Millionen Euro.

Energiegemeinschaften in Österreich boomen weiter – mittlerweile gibt es österreichweit knapp 10.000 Gemeinschaftliche Erzeugungsanlagen, Erneuerbare-Energie-Gemeinschaften und Bürgerenergiegemeinschaften. Sie fördern eine nachhaltige, kosteneffiziente und gemeinschaftliche Energieversorgung mit ökologischen, wirtschaftlichen und sozialgemeinschaftlichen Vorteilen. Nun gibt es ein neues Förderprogramm.

Stay tuned

Ziel der aktuellen Ausschreibung „Energiegemeinschaften 2025“ des Klima- und Energiefonds ist es, die Weiterentwicklung bereits bestehender Energiegemeinschaften zu fördern, die durch soziale Teilhabe, gemeinschaftliche Infrastruktur und technologische Innovationen nachhaltige, langfristig stabile und kostengünstige Energieversorgung vor Ort ermöglichen. Das Förderprogramm unterstützt diese heuer mit 5,3 Millionen Euro, dotiert aus Mitteln des Bundesministeriums Wirtschaft, Energie und Tourismus (BMWET).

Ziele des Programms

Energiegemeinschaften und gemeinschaftliche Erzeugungsanlagen weiterentwickeln und ihre Integration ins Energiesystem vertiefen
Innovation zur Flexibilisierung des Strombezugs vorantreiben Haushalten und Unternehmen Möglichkeiten eröffnen, sich aktiv an der Transformation des Energiesystems zu beteiligen Einbeziehung schutzbedürftiger/von Energiearmut betroffener Personen in die Energiewende fördern Erhebung quantitativer Daten und Monitoring der gesetzten Maßnahmen in Energiegemeinschaften und gemeinschaftliche Erzeugungsanlagen

Im Mittelpunkt der Ausschreibung stehen zwei Themen, die für die Zukunft der Energiegemeinschaften entscheidend sind:

Menschen verbinden und Bewusstsein schaffen

Energiegemeinschaften leben von Vielfalt. Deshalb werden Projekte unterstützt, die neue Teilnehmer:innen ansprechen, Wissen über erneuerbare Energie verbreiten oder bisher unterrepräsentierte Gruppen aktiv einbeziehen – etwa durch Workshops, lokale Aktionen oder Kooperationen mit sozialen Einrichtungen. So wächst nicht nur die Gemeinschaft, sondern auch das Verständnis dafür, was gemeinschaftliche Energie alles bewirken kann.

Smarte Lösungen und Flexibilisierung

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der technischen Weiterentwicklung: Wie können Energiegemeinschaften ihren Stromverbrauch besser steuern, Energieflüsse sichtbar machen oder durch clevere Systeme Kosten sparen? Gefördert werden Beratungen, digitale Tools oder intelligente Anwendungen, die helfen, Energie effizienter und flexibler zu nutzen.

Gefördert werden bestehende Energiegemeinschaften jeder Art – Erneuerbare-Energie-Gemeinschaften (EEG), Bürgerenergiegemeinschaften (BEG) sowie gemeinschaftliche Erzeugungsanlagen (GEA). Je nach Modell gelten Mindestteilnehmerzahlen zwischen 5 und 20 Verbrauchszählpunkten.

Einreichungen sind laufend ab sofort bis 16.07.2026 (12 Uhr), solange Budgetmittel vorhanden sind. Diese sind online unter www.umweltfoerderung.at/energiegemeinschaften möglich. Alle genauen Informationen zu Anforderungen, Kriterien, förderfähigen Maßnahmen und Unterlagen finden Sie im Leitfaden Energiegemeinschaften 2025.