170-Millionen für Life Science
In Neu Marx im 3. Bezirk errichtet die Wirtschaftsagentur Wien mit dem Life Science Center Vienna bis 2029 einen neuen Innovations- und KI-Hub für moderne Gesundheitsforschung. Geplant hat Mitterer Kronaus, bauen tut die Granit.
Auf 14.000 Quadratmetern investiert die Stadt etwa 170 Millionen Euro in ein nachhaltiges, klimaneutrales Labor- und Bürogebäude. Das neue Zentrum soll Spitzenforschung mit künstlicher Intelligenz verbinden und optimale Bedingungen für personalisierte Medizin bieten.
Das Zentrum soll hochqualifizierte Arbeitsplätze schaffen, internationale Talente anziehen und Wien langfristig als führende Life-Science- und KI-Metropole Europas positionieren.
Baufirma realisiert
Einen tendenziell ungewöhnlichen Weg wurde für die Realisierung gewählt. „Die Wirtschaftsagentur Wien hat die Planung und Errichtung im Zuge eines öffentlichen, europäischen Ausschreibungsprozess an die österreichische Firma Granit GmbH – als Realisierungspartnerin – vergeben. Das Architekturbüro Kronaus Mitterer Architekten zeichnet als Sub-Kontraktor von Granit Bau für die Planung verantwortlich“, so eine Sprecherin der Wirtschaftsagentur. Geplant ist der Standard Ögni-Gold.
Das energieeffiziente Gebäude mit klimaneutraler Energieversorgung bietet Platz für ein Robotiklabor- und KI-Anwendungen. Erste Mieterin ist Aithyra, das von der Boehringer Ingelheim Stiftung finanzierte Forschungsinstitut für Künstliche Intelligenz in der Biomedizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Es belegt rund 7.000 Quadratmeter und damit schon die Hälfte der Flächen und kann schon 2029 einziehen.
Das Life Science Center Vienna ergänzt den Wissenschaftscluster am Vienna BioCenters mit sechs Forschungseinrichtungen sowie 42 Unternehmen und Startups. Wiens Life-Science-Branche erwirtschaftet bereits jetzt 22,7 Milliarden Euro Jahresumsatz und beschäftigt mehr als 49.000 Menschen.


