Bad-Materialtrends 2026

Von Naturstein bis Mixed Metals: Neue Materialien und Oberflächen eröffnen Badplaner:innen 2026 erweiterte gestalterische Spielräume. Dornbracht stellt einige Favoriten vor.

Natürliche Materialien und fein abgestimmte Oberflächen prägen die Badgestaltung im Jahr 2026. Wie Maike Hillmer, verantwortlich für das Dornbracht Atelier, beschreibt, rücken Werkstoffe in den Vordergrund, die sowohl funktional als auch emotional überzeugen. Dabei geht es weniger um kurzlebige Effekte als um nachhaltige, wertige Lösungen, die sich langfristig in Architektur- und Gebäudekonzepte integrieren lassen.

Naturstein als vielseitiger Klassiker

Naturstein bleibt ein zentrales Gestaltungselement moderner Badinterieurs. Seine Robustheit und Anpassungsfähigkeit machen ihn geeignet für Böden, Wände und maßgefertigte Sanitärobjekte. Unterschiedliche Texturen – von rauem Sandstein bis zu fein geschliffenem Kalkstein – schaffen eine warme, organische Atmosphäre. Durch die natürliche Unregelmäßigkeit des Materials entsteht zudem ein individueller Charakter, der sich von industriell gefertigten Oberflächen deutlich abhebt.

Farbiger Marmor setzt Akzente

Neben klassischen Steinoberflächen gewinnt farbiger Marmor an Bedeutung. Insbesondere Grüntöne finden verstärkt Anwendung, etwa im Kontext biophiler Designkonzepte. Die charakteristischen Maserungen erlauben sowohl großflächige Inszenierungen als auch dezente Details. In Kombination mit metallischen Akzenten wie Messing oder Gold entstehen ausgewogene Kontraste, die dem Bad eine hochwertige, zugleich zurückhaltende Anmutung verleihen.

Strukturierte Oberflächen für Licht und Haptik

Geriffelte, gehämmerte oder anderweitig strukturierte Oberflächen sorgen für neue sensorische Qualitäten. Sie beeinflussen nicht nur die Optik, sondern auch das Zusammenspiel von Licht, Wasser und Material. Besonders Glas spielt hier eine wichtige Rolle – auch vor dem Hintergrund seiner Recyclingfähigkeit und Langlebigkeit. Damit fügt es sich in nachhaltige Gebäudekonzepte ein, die zunehmend auch im Sanitärbereich gefragt sind.

Mixed Metals

Ein weiterer Trend ist der bewusste Einsatz unterschiedlicher Metalltöne innerhalb eines Raumes. Statt einer einheitlichen Oberfläche erlauben kombinierte Metalle mehr Flexibilität in der Planung. Gezielt eingesetzt, können Kontraste entstehen, die Orientierung bieten und Funktionsbereiche subtil gliedern. Für Planer und Architekten eröffnet dieser Ansatz neue Möglichkeiten jenseits traditioneller Gestaltungsregeln.