Branchenprimus performt weiter
Die Geberit Gruppe erwirtschaftete im Jahr 2025 in einem weiterhin anspruchsvollen Umfeld ein Umsatzwachstum von 2,5 Prozent. Die Marge bleibt fast stabil auf hohem Niveau.
Am 12. März werden in der Geberit-Zentrale in der Schweizer Rosenstadt Rapperswil vermutlich die Sektkorken knallen. An diesem Tag werden die endgültigen Zahlen des Jahres 2025 präsentiert. Klar ist aber schon jetzt, dass Geberit auch im Vorjahr performte. Der Nettoumsatz der Geberit Gruppe nahm im Jahr 2025 um 2,5% auf 3.163 Mio. Schweizer Franken (3.367 Mio. Euro) zu. Bereinigt um negative Währungseffekte in Höhe von 72 Mio. CHF betrug der Anstieg 4,8 Prozent.
Österreich-Umsatz Plus 8,5 Prozent
Die Zunahme war durch ein starkes Volumenwachstum begründet, so Geberit. Getragen wurde das Wachstum aufgrund der weiterhin sehr erfreulichen Entwicklung von neu eingeführten Produkten und von Zuwächsen in den meisten europäischen Ländern/Regionen. Trotz weiterhin herausfordernder Rahmenbedingungen für die Sanitärindustrie nahm der währungsbereinigte Nettoumsatz im Gesamtjahr 2025 in Europa um +4,1% zu. Deutliche Zuwächse erzielten Österreich (+8,5%), Benelux (+7,3%) und Deutschland (+5,6%). Ebenfalls zulegen konnten Osteuropa (+4,3%), Nordeuropa (+3,5%), Italien (+1,6%), die Schweiz (+1,0%) und Westeuropa (+0,1%). Außerhalb Europas wuchs die Region Nahost/Afrika (+24,8%) deutlich und auch Amerika verzeichnete einen Anstieg (+3,9%). Dagegen lag der Umsatz in der Region Fernost/Pazifik (-0,6%) aufgrund des anhaltend rückläufigen Marktes in China und trotz eines hohen Wachstums in Indien leicht unter Vorjahr.
Stabile Marge knapp unter 30 %
Bei den Produktbereichen erhöhte sich der währungsbereinigte Nettoumsatz bei den Badezimmersystemen um +6,1%, bei den Installations- und Spülsystemen um +5,5% und bei den Rohrleitungssystemen um +3,0%. Erwartungen zur operativen Marge für das Gesamtjahr 2025 In einem weiterhin anspruchsvollen Marktumfeld und vor dem Hintergrund negativer Währungsentwicklungen werden die operativen Margen leicht unter dem Niveau des Vorjahres erwartet – dies inklusive der Einmalbelastungen durch die im Januar 2025 angekündigte Schließung eines Keramikwerks in Deutschland.
Positiv auf die Margen wirkte sich das erfreuliche Volumenwachstum sowie die im Vorjahresvergleich leicht tieferen direkten Materialkosten aus, während die Lohninflation, höhere Energiepreise, Wachstumsinitiativen in ausgewählten Entwicklungsmärkten sowie diverse Digitalisierungs- und IT-Projekte einen reduzierenden Einfluss hatten. Entsprechend geht die Unternehmensleitung für das Gesamtjahr 2025 bei der operativen Cashflow-Marge (EBITDA-Marge) von einem Wert von leicht unter 29,5% aus.


