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Sanitärmarkt findet Stabilität

Sanitärkeramik profitiert von Sanierung und steigenden Preisen – Neubau bleibt weiterhin schwach

Der österreichische Markt für Sanitärkeramik hat 2025 offenbar seinen Konsolidierungspunkt erreicht – getragen vor allem vom wachsenden Sanierungsgeschäft.

Wie aktuelle Daten der Studie Sanitärkeramik in Österreich des Marktforschungsinstituts Branchenradar.com Marktanalyse zeigen, stabilisierten sich die Herstellererlöse im vergangenen Jahr bei rund 46,8 Millionen Euro. Damit lag der Markt nur minimal unter dem Vorjahresniveau. Während die Absatzmengen weiter leicht rückläufig waren, sorgten steigende Verkaufspreise – im Schnitt um rund 3,1 Prozent – für eine Stabilisierung des Umsatzes.

Auffällig ist dabei die Verschiebung der Nachfrage innerhalb des Marktes. Während der Neubausektor weiterhin schwächelt, gewinnt das Bestandsgeschäft zunehmend an Bedeutung. Im Renovierungs- und Modernisierungssegment legte der Umsatz mit Sanitärkeramik um rund 3,5 Prozent zu. Gerade im Kontext der energetischen Gebäudesanierung werden Badezimmer zunehmend als Teil einer umfassenden technischen Modernisierung betrachtet – etwa in Kombination mit wasser- und energieeffizienten Armaturen, intelligenten Steuerungssystemen oder integralen Haustechnikkonzepten.

Für die Gebäudetechnikbranche eröffnet diese Entwicklung neue Perspektiven. Moderne Sanitärkeramik ist längst mehr als reine Ausstattungskomponente. In Kombination mit digitalen Wasser- und Energiemanagementsystemen, berührungslosen Bedienkonzepten oder sensorgestützter Verbrauchserfassung wird das Bad zunehmend Teil vernetzter Gebäudeinfrastrukturen. Gerade im Objektbau – von Hotels über Bürogebäude bis hin zu Gesundheitseinrichtungen – spielt diese Integration eine wachsende Rolle.

Der Trend zur Sanierung passt zudem in den europäischen Kontext: Mit Initiativen wie der EU Renovation Wave rückt die Modernisierung des Gebäudebestands verstärkt in den Fokus. Neben energetischen Maßnahmen gewinnen auch langlebige Materialien, ressourcenschonende Produktion und kreislauffähige Produkte an Bedeutung. Keramische Werkstoffe gelten hier als besonders robust und hygienisch – Eigenschaften, die ihre Lebensdauer verlängern und damit auch zur Reduktion von Materialzyklen beitragen.

Ein weiterer Effekt der Marktentwicklung zeigt sich im Vertrieb: Vom wieder anziehenden Renovierungsmarkt profitierte zuletzt der Sanitärgroßhandel etwas stärker als der Baustoff- und DIY-Handel. Für Industrie, Handel und Installationsbetriebe signalisiert die aktuelle Entwicklung damit vor allem eines – Stabilität in einem Markt, der weiterhin stark vom Sanierungstrend geprägt sein dürfte.

© Cachalot Media House GmbH - Veröffentlicht am 17. März 2026 - zuletzt bearbeitet am 17. März 2026


LF
AutorLaura Fürst
Tags
Sanitärkeramik
Österreich
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