Schnellladeinfrastruktur wächst
Electra Österreich erweitert sein Ultra-Schnellladenetz von drei auf 25 Hubs innerhalb eines Jahres und setzt 2026 auf strategische Verdichtung, Partnerschaften und Netzstabilität.
Der Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur zählt zu den zentralen Voraussetzungen für den Hochlauf der Elektromobilität. Electra Österreich hat sein Schnellladenetz innerhalb von zwölf Monaten von drei auf 25 Standorte erweitert. Damit ist das Unternehmen mittlerweile in acht Bundesländern präsent und trägt spürbar zur flächendeckenden Versorgung mit leistungsfähiger Ladeinfrastruktur bei.
Externe Batteriespeicher sichern Netzstabilität
Der rasche Zuwachs verdeutlicht nicht nur das Marktpotenzial, sondern auch die Komplexität solcher Projekte. Jeder neue Standort erfordert umfangreiche Vorarbeiten – von Genehmigungen und Netzanschlüssen bis hin zu Bau und Inbetriebnahme. Parallel dazu rücken Themen wie Netzstabilität und Nutzerkomfort stärker in den Fokus. An mehreren Standorten kommen daher externe Batteriespeicher zum Einsatz, um Lastspitzen abzufedern und bestehende Netze zu entlasten.
Technologisch setzt man durchgängig auf Ultra-Schnellladestationen mit Ladeleistungen bis zu 300 bzw. vereinzelt 400 kW. Ergänzt werden diese durch ein einheitliches Standortdesign, transparente Preisstrukturen sowie digitale Services über die Electra-App, die Reservierung, Abrechnung und verschiedene Bezahloptionen bündelt.
Kooperationen mit regionalem Handel und Gastronomie
Ein wesentlicher Teil der Expansionsstrategie basiert auf Kooperationen mit Handel, Gastronomie und regionalen Betrieben. Neue Ladehubs entstehen bevorzugt an Orten mit hoher Aufenthaltsqualität – etwa bei Einkaufszentren, Supermärkten, Restaurants oder Autohausstandorten. Beispiele dafür finden sich unter anderem in Salzburg und St. Johann im Pongau, in Tirol mit dem ersten Standort in Reutte, in urbanen Wiener Lagen sowie entlang wichtiger Verkehrsachsen in Nieder- und Oberösterreich. Auch in der Steiermark wurden zusätzliche Standorte mit integrierten Batteriespeichern realisiert.
Für 2026 kündigt das Unternehmen eine neue Phase des Wachstums an. Geplant sind mindestens 20 weitere Ladehubs, gleichzeitig sollen Auslastung, Verfügbarkeit und Ladeperformance optimiert werden. Schwerpunkte liegen dabei auf urbanen Schnellladeachsen, B2B- und Flottenlösungen sowie der Beschleunigung von Genehmigungs- und Netzanschlussprozessen.


