Baubarometer zeigt gemischte Gefühle

Das aktuelle Baubarometer von Hubexo Austria zeigt eine Branche zwischen Aufatmen und Wandel. Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Kostendruck prägen die Agenda.

Nach mehreren von Unsicherheit geprägten Jahren zeichnet sich in der österreichischen Bauwirtschaft zum Jahresende 2025 eine leichte Stabilisierung ab. Das geht aus dem jüngsten Hubexo-Baubarometer hervor, für das mehr als 750 Unternehmen befragt wurden. Die Ergebnisse zeigen ein differenziertes Bild: Eine knappe Mehrheit berichtet von stabilen Auftragslagen, rund ein Drittel verzeichnet sogar Wachstum. Gleichzeitig bleibt die Situation für viele Betriebe angespannt – rückläufige Projekte und steigende Kosten belasten weiterhin die Ertragslage.

Wachsende Investitionsbereitschaft

Aus Sicht der Gebäudetechnik und der erneuerbaren Energien ist vor allem die wachsende Investitionsbereitschaft in digitale Technologien bemerkenswert. Nahezu jedes zweite befragte Unternehmen plant, in den kommenden Monaten verstärkt in diesen Bereich zu investieren. Besonders stark rückt dabei das Thema Künstliche Intelligenz in den Fokus. Zwei Drittel der Unternehmen sehen KI als entscheidend für ihre zukünftige Wettbewerbsfähigkeit. Allerdings hat bislang nur etwa jedes fünfte Unternehmen konkrete Anwendungen implementiert. Zwischen strategischem Bewusstsein und operativer Umsetzung besteht somit weiterhin eine deutliche Lücke.

Gerade für Planer:innen, ausführende Betriebe und Hersteller im Bereich energieeffizienter Gebäudetechnik eröffnet diese Entwicklung neue Perspektiven. KI-gestützte Prozesse in Planung, Kalkulation und Betrieb können Effizienzreserven heben, Ressourcen gezielter einsetzen und die Integration erneuerbarer Energiesysteme optimieren.

Transformation als Chance

Neben der Digitalisierung bleiben Nachhaltigkeitsanforderungen, regulatorische Vorgaben, Fachkräftemangel sowie steigender Kosten- und Wettbewerbsdruck zentrale Herausforderungen. Viele Vertreter:innen der Branche stehen damit vor der Aufgabe, ihre Geschäftsmodelle anzupassen und Innovationsstrategien konsequent weiterzuentwickeln.