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Schulbau in Aspern spart tonnenweise CO2

Durch neue Zementsorten und kurze Transportwege sinken die Emissionen beim Großprojekt massiv.

Beim Bau der Zentralberufsschule in der Wiener Seestadt Aspern setzen Porr und die Stadt Wien auf einen emissionsarmen Beton. Durch die Nutzung der Zementsorte CEM II/C als primäres Bindemittel für tragende Strukturen lassen sich enorme Mengen an Treibhausgasen vermeiden. Das Bauprojekt zeichnet sich durch seine enorme Größe und Komplexität aus.

Äquator 664-mal umrunden


Ab September 2028 soll die Bildungseinrichtung jährlich bis zu 7.500 Schülerinnen und Schülern auf einer Nutzfläche von 42.000 Quadratmetern Platz bieten. Errichtet wird das Gebäude von Porr und dem ARGE-Partner Apleona. Bis zum Projektende werden in Aspern rund 36.000 Kubikmeter des speziellen Betons verbaut. Dadurch lassen sich rund 4.200 Tonnen CO2-Äquivalente einsparen. Porr-CEO Karl-Heinz Strauss vergleicht diese Menge mit den Emissionen bei der Verbrennung von 1,6 Millionen Litern Diesel. Das ist eine Dieselmenge, mit der ein PKW den Äquator 664-mal umrunden kann. Dies veranschauliche das große Einsparungspotenzial durch den intelligenten Einsatz klimaschonender Baustoffe.

Herausforderung durch neue Rezeptur

Die Nutzung alternativer Betonrezepturen stellt Bauunternehmen oft vor technische Herausforderungen, da sie die Verarbeitbarkeit beeinflussen können. Längere Aushärtungszeiten erfordern teilweise höhere Ansprüche an Herstellung, Transport und Nachbehandlung. Beim Projekt in Aspern verläuft der Einsatz jedoch reibungslos und liefert wertvolle Erkenntnisse für künftige Anwendungen des Baustoffs.

Zusätzlich sind die Lieferketten auf eine Reduktion der Emissionen ausgerichtet. Ein mobiles Betonwerk verkürzt die Transportwege. Das anfallende Aushubmaterial wird in einer zwei Kilometer entfernten Kiesaufbereitung verarbeitet und direkt wieder in der Betonproduktion eingesetzt. Die gewonnenen Erfahrungen belegen laut Strauss die Chance auf wirksame Klimaschutzmaßnahmen im Betonbau.

© Cachalot Media House GmbH - Veröffentlicht am 21. Mai 2026 - zuletzt bearbeitet am 21. Mai 2026


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AutorRedaktion
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Porr
Karl Heinz Strauss
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