Nr. 2 am Bau knackt die 10-Milliarden-Marke
Der Baukonzern Porr freut sich über hohen Auftragsstand und profitiert vom Tiefbau in Europa.
Der Baukonzern Porr setzt seinen Wachstumskurs im ersten Quartal 2026 fort und steigert seine Ertragskraft. Haupttreiber der Entwicklung bleibt der Tiefbau, der maßgeblich von europäischen Investitionen in die Infrastruktur profitiert. Der Auftragsbestand der Gruppe überschritt mit 10.004 Millionen Euro erstmals die Marke von zehn Milliarden Euro.
Die Produktionsleistung des Konzerns stieg im ersten Jahresviertel um 2,3 Prozent auf 1.300 Millionen Euro. Trotz eines witterungsbedingt schwächeren Starts in Österreich und Deutschland zeigte sich der länderübergreifende Tunnelbau sehr dynamisch. Österreich bleibt mit einem Anteil von 45,2 Prozent an der Gesamtleistung der wichtigste Markt für das Unternehmen.
Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen verbesserte sich um 3,0 Prozent auf 66,8 Millionen Euro. Das Ebit legte um 13,1 Prozent auf 14,3 Millionen Euro zu. Diese Steigerung basiert auf konsequenten Kostenreduktionen sowie einer starken Entwicklung in den Segmenten Polen und Osteuropa. Die Ebit-Marge erhöhte sich dadurch leicht auf 1,1 Prozent. Besonders dynamisch entwickelte sich der Auftragseingang, der um 14,7 Prozent auf 1.765 Millionen Euro zulegte. Wesentliche Impulse kamen dabei aus Polen, wo mehrere große Straßenbauprojekte akquiriert wurden.
In Deutschland verzeichnete Porr einen deutlichen Zuwachs im Spezialtiefbau, was auf ein erstes Anspringen der Baukonjunktur hindeutet. Unter anderem ist das Unternehmen am Bau der Fehmarnsundquerung beteiligt. Für das Gesamtjahr 2026 rechnet der Vorstand angesichts des hohen Auftragsbestands mit einer moderat positiven Leistungs- und Umsatzentwicklung. Zudem wird eine weitere Steigerung der Ebit-Marge erwartet. Das langfristige Ziel einer operativen Marge von 3,5 bis 4,0 Prozent bis zum Jahr 2030 bleibt unverändert aufrecht.
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