Ausbau für KI-Infrastruktur
Vertiv erweitert in der Slowakei seine Fabrik für KI-Komponenten um 22.000 m2.
Die Investition ist Teil einer Reihe von Produktionsausweitungen in der EMEA-Region und weiteren Märkten. Hintergrund ist die steigende Nachfrage nach Infrastruktur für Cloud-, Colocation-, Unternehmens- und KI-Rechenzentren. Für Planer und Betreiber rückt damit neben der technischen Leistungsfähigkeit zunehmend auch die verfügbare Produktions- und Lieferkapazität in den Fokus.
Mehr Kapazität für Strom und Kühlung
Am Standort in der Slowakei soll die Fertigung verschiedener Komponenten für die kritische digitale Infrastruktur ausgebaut werden. Dazu gehören Systeme für die Stromversorgung und Schalttechnik ebenso wie Lösungen für das Wärmemanagement. Einen Schwerpunkt bilden Flüssigkeitskühlung und Stromversorgung für Anwendungen mit hoher Leistungsdichte, wie sie insbesondere bei KI-Rechenzentren zum Einsatz kommen.
Mit der Erweiterung soll sich der Standort zu einem stärker integrierten Fertigungs- und Technologiecampus entwickeln. Produktion, technisches Know-how und operative Prozesse sollen dabei enger miteinander verzahnt werden. Das soll unter anderem ermöglichen, kundenspezifische Anforderungen schneller umzusetzen und die Lieferfähigkeit innerhalb der EMEA-Region zu erhöhen.
KI erhöht Anforderungen an Infrastruktur
Der Ausbau steht im Zusammenhang mit den steigenden Leistungsanforderungen moderner Rechenzentren. KI-Anwendungen führen zu höheren Leistungsdichten und stellen damit auch neue Anforderungen an Stromversorgung und Kühlung. Für die technische Gebäudeausrüstung gewinnt insbesondere die Wärmeabfuhr bei hohen Lasten an Bedeutung.
„Da KI und andere kritische digitale Anwendungen in der Region zunehmen, investieren wir weiterhin in unsere Fertigungskapazitäten in der gesamten EMEA-Region“, sagt Paul Ryan, Präsident von Vertiv in EMEA. Die Geschwindigkeit der Bereitstellung werde dabei zunehmend relevant. Ryan verweist in diesem Zusammenhang auf die sogenannte „Time-to-Token“ – also die Zeitspanne vom Aufbau der Infrastruktur bis zur Erzielung eines geschäftlichen Nutzens durch KI-Workloads.
Lieferfähigkeit als Planungsfaktor
Für Bauherren, Fachplaner und Betreiber betrifft die Entwicklung nicht nur die Dimensionierung von Anlagen. Auch die Verfügbarkeit von Komponenten und die Fähigkeit, kundenspezifische Systeme innerhalb definierter Zeiträume zu liefern, können bei komplexen Rechenzentrumsprojekten eine Rolle spielen. Die Erweiterung in Nové Mesto nad Váhom zielt deshalb auch auf eine höhere Reaktionsfähigkeit innerhalb der europäischen Lieferkette.
„Diese Investition wird unsere industriellen Fähigkeiten stärken und gleichzeitig ein Umfeld schaffen, in dem Talente wachsen, Innovationen gedeihen und operative Exzellenz sich entfalten können“, erklärt Chris Hales, VP Operations EMEA. Der Standort soll damit nicht ausschließlich zusätzliche Produktionsfläche erhalten, sondern auch technologisch und organisatorisch weiterentwickelt werden.
Hunderte neue Arbeitsplätze geplant
Zwischen 2027 und 2029 sollen im Zuge des Ausbaus Hunderte neue Arbeitsplätze entstehen. Vorgesehen sind Stellen unter anderem in Fertigung, Engineering, Betrieb, Lieferkette, Qualitätssicherung, Technik und Management. Parallel soll die Aus- und Weiterbildung bestehender Mitarbeiter ausgebaut werden.
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