Sanitärriese mit Auszeichnung und klaren Klimazielen

Mit der erneuten Platin-Auszeichnung von EcoVadis und einer Verbesserung von B auf A- im Klimarating von CDP unterstreicht die Hansgrohe Group ihren Kurs in Richtung Dekarbonisierung.

Die Nachhaltigkeitsleistung des Sanitärherstellers aus dem Schwarzwald wurde 2025 erneut extern bestätigt. Mit 86 Punkten erreicht das Unternehmen im EcoVadis-Rating zum zweiten Mal in Folge Platin und zählt damit zu den besten ein Prozent der bewerteten Firmen. Auch im CDP-Klimaranking verbesserte sich die Bewertung von B auf A-. Beide Systeme bewerten Umwelt-, Sozial- und Governance-Kriterien und dienen vielen Marktteilnehmer:innen als Orientierung bei der Auswahl von Lieferanten und Partner:innen.

Klimapfad bis 2030

Aus Sicht der Gebäudetechnik ist insbesondere der Klimapfad bis 2030 relevant. Die Emissionen an eigenen Standorten (Scope 1 und 2) sollen gegenüber 2021 um 77,3 Prozent sinken, in der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette (Scope 3) um 25 Prozent. Die Ziele sind durch die Science Based Targets Initiative validiert und orientieren sich damit an wissenschaftlich fundierten Reduktionspfaden.

Ein wesentlicher Hebel liegt in der Nutzungsphase der Produkte. Da hier der größte Teil der Emissionen entsteht, sollen bis 2030 sämtliche wasserführenden Produkte mit Technologien zur Wasser- und Energieeinsparung ausgestattet werden. Für Planer:innen und Betreiber:innen von Gebäuden gewinnt damit die Kombination aus effizienter Sanitärtechnik und regenerativer Wärmeerzeugung weiter an Bedeutung.

Standorte auf Erneuerbare umgerüstet

Parallel dazu wurde die Energieversorgung der Werke umgestellt. An den Standorten in Offenburg, Schiltach, Bad Bentheim und Valjevo gingen 2025 zusätzliche Photovoltaik-Anlagen zur Eigenversorgung in Betrieb. Zudem werden Heizsysteme sukzessive auf elektrisch betriebene Wärmepumpen umgestellt. Damit reduziert das Unternehmen direkte Emissionen und stärkt zugleich seine Resilienz gegenüber fossilen Energieträgern.

Auch beim Thema Kreislaufwirtschaft sind Fortschritte erkennbar. Neu eingeführte Produktverpackungen sind seit Ende 2025 plastikfrei, was Deutschland jährlich mehrere hundert Tonnen Kunststoff erspart. Am Standort Offenburg ist seit 2024 eine Recyclinganlage für verchromte ABS-Kunststoffe in Betrieb, die Material direkt in den Produktionskreislauf zurückführt. Für dieses Projekt sowie die übergreifende Nachhaltigkeitsstrategie erhielt das Unternehmen 2025 den Deutschen Preis für Nachhaltigkeitsprojekte.