Wege zu besserem Gebäudebetrieb
Der FM-Day 2026 zeigte Lösungen für mehr Effizienz und Klimaschutz.
Wie werden aus künstlicher Intelligenz, Gebäudedaten und Klimazielen konkrete Verbesserungen im Alltag? Diese Frage prägte den 11. FM-Day am 23. September im Park Hyatt Vienna. Unter dem Motto „Kräfte bündeln. Fortschritt gestalten.“ brachte die Konferenz von den Branchenverbänden FMA und IFMA Austria Fachleute aus Facility Management, Bau- und Immobilienwirtschaft zusammen. Der Bogen reichte vom Einsatz künstlicher Intelligenz im Gebäudebetrieb bis zu Doppelweltmeisterin Lizz Görgls Erfahrungen mit Leistung und Teamarbeit.
KI braucht Kompetenz und Daten
Sabine Köszegi von der TU Wien zeigte anhand einer Studie mit Unternehmensberatern, wie unterschiedlich KI wirkt: Bei manchen Aufgaben führte KI zu besseren Ergebnissen, bei anderen waren die Menschen ohne KI-Unterstützung erfolgreicher. Die Konsequenz: Auch überzeugend wirkende KI-Ergebnisse brauchen fachliche Prüfung. Elaheh Momeni von eMentalist zeigte, wie Sensorik, KI und digitale Zwillinge künftig zusammenwirken könnten, um Probleme im Gebäude frühzeitig zu erkennen und ihre Behebung zu organisieren.
Wie viel schon mit vorhandener Technik erreichbar ist, belegte David Wolfesberger von e7 am Biologiezentrum der Universität Wien: Durch die Optimierung des Betriebs wurden in einem Testbeispiel von Mai bis August 2026 rund 250.000 Euro Energiekosten eingespart.
Bei den Innovationspitches entschied sich das Publikum für Ulrike Rabmer-Koller von der Rabmer Gruppe. Ihr vorgestelltes System gewinnt Wärme aus Abwasser zurück. Die CO₂-Countdown-Awards (eine Auszeichnung für Klimaschutzprojekte im Gebäudebestand) gingen an Tirol Kliniken für die „Klimaneutrale Bildungseinrichtung – AZW“, Caverion Österreich für das digitale Performance- und Lebenszyklusmanagement von Photovoltaikanlagen, die Raiffeisen-Landesbank Steiermark für die „Energieinitiative Steiermark“ und ÖBB-Infrastruktur für Nachhaltigkeits- und Digitalisierungsmaßnahmen am Dienstgebäude Bruck an der Mur. Das ÖBB-Projekt gewann zusätzlich das Publikumsvoting.
Weitere Beiträge widmeten sich Arbeitswelten, der Energie- und Ressourcenwende im Gebäudebestand sowie der frühzeitigen Einbindung des FM in Planung und Vergabe. Den Abschluss setzte Doppelweltmeisterin Lizz Görgl im Gespräch mit Moderator Gerald Groß: Sie sprach über Lernen aus Rückschlägen, Konzentration und die Bedeutung von Respekt und unterschiedlichen Stärken im Team.
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