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Kosten-Update: Baupreise steigen weiter

Baupreisindex Q1/2026: Moderate Teuerung im Hochbau, kräftigerer Zuwachs im Infrastrukturbereich.

Die Bauwirtschaft in Österreich navigiert im Frühjahr 2026 durch ein volatiles Umfeld, in dem die thermische Sanierung und der Infrastrukturausbau auf eine neue fiskalische Basis treffen. Mit dem aktuellen Berichtsquartal hat die Statistik Austria den Baupreisindex auf das neue Basisjahr 2025 umgestellt, was eine präzisere Einordnung der gegenwärtigen Marktdynamik ermöglicht. Im ersten Quartal 2026 erreichte der Index für den gesamten Hoch- und Tiefbau beachtliche 101,7 Punkte. Dies markiert eine signifikante Steigerung von 2,2 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum und verdeutlicht den anhaltenden Preisdruck, der bereits im Vergleich zum vierten Quartal 2025 um weitere 1,3 % angezogen hat.


Im Segment des Hochbaus zeigt sich eine Entwicklung, die für Planer und Investoren im Bereich der Gebäudeautomation und TGA von zentraler Bedeutung ist. Der Preisindex für den gesamten Hochbau kletterte auf 101,5 Punkte, was einem Zuwachs von 2,0 % gegenüber dem Vorjahresquartal entspricht. Sowohl der Wohnhaus- und Siedlungsbau als auch der sonstige Hochbau verzeichnen dabei identische Teuerungsraten von 2,1 %. Diese Zahlen spiegeln nicht nur die reinen Material- und Lohnkosten wider, sondern inkludieren auch Faktoren wie Produktivitätsveränderungen und Gewinnspannen der ausführenden Unternehmen. In einer Zeit, in der die Dekarbonisierung des Bestands höchste Priorität genießt, stellen diese steigenden Preise eine kalkulatorische Hürde für die synergetische Verknüpfung von Architektur und hocheffizienter Anlagentechnik dar.


Besonders dynamisch präsentiert sich der Tiefbau, der mit einem Anstieg auf 102,0 Punkte die Entwicklung im Hochbau übertrifft. Mit einer Steigerung von 2,5 % im Vergleich zum Vorjahr zeigt sich hier die intensive Auslastung im Infrastrukturbereich. Vor allem der Straßenbau mit einem Plus von 2,9 % und der Brückenbau mit 2,3 % belasten die Budgets der öffentlichen Hand und privater Projektentwickler. Für die Fachbranche ist die methodische Unterscheidung zwischen Baupreisen und Baukosten essenziell: Während die Baupreise die tatsächliche Belastung der Bauherr:innen abbilden, fokussiert der Baukostenindex auf die internen Aufwendungen der Betriebe für Energie, Maschinen und Personal. Diese Transparenz ist im Jahr 2026 unerlässlich, um die wirtschaftliche Zirkularität und die Rentabilität moderner Gebäudekonzepte im Kontext der EU-Renovation-Wave sicherzustellen.

© Cachalot Media House GmbH - Veröffentlicht am 12. Mai 2026 - zuletzt bearbeitet am 12. Mai 2026


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AutorRedaktion
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Österreich
Bauwirtschaft
Sanierung
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Statistik Austria
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