Kosten-Update: Baupreise steigen weiter
Baupreisindex Q1/2026: Moderate Teuerung im Hochbau, kräftigerer Zuwachs im Infrastrukturbereich.
Die Bauwirtschaft in Österreich navigiert im Frühjahr 2026 durch ein volatiles Umfeld, in dem die thermische Sanierung und der Infrastrukturausbau auf eine neue fiskalische Basis treffen
Im Segment des Hochbaus zeigt sich eine Entwicklung, die für Planer und Investoren im Bereich der Gebäudeautomation und TGA von zentraler Bedeutung ist. Der Preisindex für den gesamten Hochbau kletterte auf 101,5 Punkte, was einem Zuwachs von 2,0 % gegenüber dem Vorjahresquartal entspricht. Sowohl der Wohnhaus- und Siedlungsbau als auch der sonstige Hochbau verzeichnen dabei identische Teuerungsraten von 2,1 %. Diese Zahlen spiegeln nicht nur die reinen Material- und Lohnkosten wider, sondern inkludieren auch Faktoren wie Produktivitätsveränderungen und Gewinnspannen der ausführenden Unternehmen. In einer Zeit, in der die Dekarbonisierung des Bestands höchste Priorität genießt, stellen diese steigenden Preise eine kalkulatorische Hürde für die synergetische Verknüpfung von Architektur und hocheffizienter Anlagentechnik dar.
Besonders dynamisch präsentiert sich der Tiefbau, der mit einem Anstieg auf 102,0 Punkte die Entwicklung im Hochbau übertrifft. Mit einer Steigerung von 2,5 % im Vergleich zum Vorjahr zeigt sich hier die intensive Auslastung im Infrastrukturbereich. Vor allem der Straßenbau mit einem Plus von 2,9 % und der Brückenbau mit 2,3 % belasten die Budgets der öffentlichen Hand und privater Projektentwickler. Für die Fachbranche ist die methodische Unterscheidung zwischen Baupreisen und Baukosten essenziell: Während die Baupreise die tatsächliche Belastung der Bauherr:innen abbilden, fokussiert der Baukostenindex auf die internen Aufwendungen der Betriebe für Energie, Maschinen und Personal
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