Experten diskutieren Bauzukunft
Eine Expertenrunde erörtert anlässlich des Jubiläums des Magazins Massiv Inside nachhaltige Konzepte für den urbanen Raum.
Die Zukunft des Bauens besteht nach Ansicht führender Branchenvertreter nicht aus isolierten Einzelideen, sondern erfordert gemeinschaftliches Denken und langfristige Entscheidungen. Anlässlich des zehnjährigen Jubiläums des Architekturmagazins Massiv Inside diskutierte eine Expertenrunde die Weiterentwicklung des Bestands sowie die Rolle mineralischer Baustoffe. Andreas Pfeiler, Geschäftsführer des Fachverbands Steine-Keramik, hob die Langlebigkeit, Widerstandsfähigkeit und Ressourcenschonung dieser Materialien hervor.
Das exklusive Branchenmagazin wird künftig unter dem Namen Mineralisch Massiv Inside fortgeführt. Für eine nachhaltige Stadtentwicklung spielt die Erhaltung historischer Substanz eine zentrale Rolle. Caroline Rodlauer von Rosa Architektur verwies auf das Beispiel der kürzlich wiedereröffneten Villa Beer in Wien-Hietzing. Ein Umbau anstelle eines Abrisses schone Ressourcen und bewahre das charakteristische Stadtbild. Zudem biete eine sensible Nachverdichtung im urbanen Raum erhebliche Potenziale, um eine fortschreitende Bodenversiegelung zu verhindern. Auch Burghauptmann Reinhold Sahl betonte den Wert bestehender Bausubstanz.
Die Sanierung und Umnutzung historischer Gebäude sei wirtschaftlich und ökologisch hochattraktiv, da viele dieser Bauwerke über Qualitäten verfügen, die heute nur schwer reproduzierbar wären. Mineralische Baustoffe bewähren sich hierbei durch ihre robuste Statik und ihren langen Lebenszyklus. Große Potenziale für den Wohnbau liegen zudem in der Nutzung unerschlossener Flächen.
Der Architekt Armin Mohsen Daneshgar betonte, dass allein auf Wiens Dachflächen Raum für rund 200.000 Wohnungen vorhanden sei. Durch intelligente Aufstockungen und die Verknüpfung von Bestand mit moderner Kreislaufwirtschaft ließen sich langfristige Werte schaffen. Ein aktuelles Projekt im sozialen Wohnbau auf Ibiza veranschauliche zudem, wie durch den Einsatz massiver Materialien und natürlicher Luftströme energieintensive Klimaanlagen überflüssig werden.
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