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Burgenland setzt Speicheroffensive fort
Österreichs erstes Wind-Sonne-Speicher-Kraftwerk macht Wind- und Sonnenstrom auch in Abend- und Morgenstunden nutzbar
In der burgenländischen Gemeinde Nickelsdorf hat der Bau eines neuen Batteriespeichers mit einer Kapazität von 210 Megawattstunden begonnen. Die Anlage ergänzt die bestehende Photovoltaik-Kapazität von 118 Megawatt sowie Windkraftanlagen mit 119 Megawatt Leistung zu einem kombinierten Wind-Sonne-Speicher-Kraftwerk. Das Projekt wird in zwei Ausbaustufen realisiert.
Zunächst entstehen Kapazitäten von rund 60 Megawattstunden, worauf in einer zweiten Phase weitere 150 Megawattstunden folgen. Insgesamt kommen rund 40 Großbatterien mit 1.600 Speichermodulen zum Einsatz. Mit einer Speicherdauer von etwa drei Stunden kann tagsüber erzeugter Solarstrom in den Abend und nächtlicher Windstrom in die Morgenstunden verschoben werden.
Bürgermeister Gerhard Zapfl betont den Vorreiterstatus der Gemeinde bei erneuerbaren Energien und der zugehörigen Infrastruktur. Laut Stephan Sharma, Vorstandsvorsitzender der Burgenland Energie AG, verbindet das Kraftwerk Erzeugung und Bedarf effizient miteinander. Ziel sei es, Erzeugungsspitzen aufzunehmen, Stromimporte zu verringern und die Versorgungssicherheit zu steigern.
Bisher können bei kombinierten Wind- und Photovoltaikanlagen durch Netzengpässe zeitweise rund 15 Prozent der erneuerbaren Erzeugung nicht eingespeist werden. Der neue Großspeicher soll künftig rund 18 Millionen Kilowattstunden pro Jahr zusätzlich nutzbar machen, was rechnerisch dem Stromverbrauch von 5.000 Haushalten entspricht. Die Anlage ist Teil einer Speicheroffensive des Unternehmens mit einem Gesamtvolumen von 700 Megawattstunden.
R
AutorRedaktion
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