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Zementriese senkt CO2-Fußabdruck

Neue Ökobilanzen zeigen messbare Fortschritte bei der Dekarbonisierung von Baustoffen bei Holcim.

Der Bausektor befindet sich in einem tiefgreifenden Strukturwandel, bei dem messbare CO2-Bilanzen und die Lebenszyklus-Rentabilität zunehmend den Erfolg von Bauprojekten bestimmen. Vor diesem Hintergrund hat der Baustoffhersteller Holcim Österreich die Umweltproduktdeklarationen (Environmental Product Declarations, EPDs) für sein gesamtes Bindemittel-Portfolio aktualisiert. Diese herstellerspezifischen Daten erfassen die Umweltwirkungen der Baustoffe präzise über den gesamten Lebenszyklus und dienen als verifizierter ökologischer Ausweis. Gegenüber der ersten EPD-Generation aus dem Jahr 2023 sank das durchschnittliche Globale Erwärmungspotenzial (GWP) des Sortiments um mehr als 17 Prozent. Für Planer:innen und Architekt:innen bedeutet dies, dass sich der Fortschritt direkt auf Gebäudeebene in den Ökobilanzen abbilden lässt.


Effizienzsteigerung in der Zementproduktion

Die Reduktion der Emissionswerte basiert im Wesentlichen auf kontinuierlichen Investitionen in die Produktions- und Prozesstechnologien an den Werksstandorten Mannersdorf und Retznei. Die Betriebe fokussieren sich verstärkt auf die Kreislaufwirtschaft, indem sie den Einsatz alternativer Rohmaterialien sowie Ersatzbrennstoffe forcieren und Strom aus erneuerbaren Quellen nutzen. Allein im Jahr 2025 wurden im Zuge dieser Verfahren mehr als 400.000 Tonnen Baurestmassen vor der Deponierung bewahrt und stattdessen in der Klinker- und Zementproduktion verwertet. Besonders die CEM II/C-Zemente setzen hierbei mit GWP-Werten von deutlich unter 300 kg CO2 pro Tonne neue Maßstäbe am österreichischen Markt und unterschreiten die bisher verfügbaren Branchenvergleichswerte deutlich. Zudem reduzieren die spezifischen ECOPlanet-Zemente den CO2-Fußabdruck gegenüber der Branchenreferenz um mindestens 30 Prozent und erfüllen die Kriterien der EU-Taxonomie-Verordnung.

Relevanz für die Gebäudeökobilanzierung

Für Branchenentscheidungsträger:innen sowie Bauträger und Bauherren schafft die Verfügbarkeit dieser unabhängig verifizierten Daten ein hohes Maß an Transparenz und löst zentrale Dokumentationsanforderungen. Die neuen Kennwerte stehen ab sofort als Inputdaten für nachgelagerte Downstream-EPDs zur Verfügung, beispielsweise für die Herstellung von Transportbeton oder Betonfertigteilen. Wo bisher oft nur ungenaue Industrie- oder internationale Durchschnittswerte herangezogen werden konnten, ermöglichen die produktspezifischen Daten nun eine fundierte und belastbare Gebäudeökobilanzierung. Dieser exakte Nachweis erweist sich als wesentlicher Vorteil bei Zertifizierungssystemen wie DGNB, ÖGNI, SGNI, LEED oder Breeam.

„Unsere neuen EPDs zeigen schwarz auf weiß: Dekarbonisierung ist bei Holcim keine Absichtserklärung, sondern gelebter Alltag“, unterstreicht Gernot Tritthart, Head of Commercial der Holcim (Österreich) GmbH. Er ergänzt: „Durch den unermüdlichen Einsatz unserer Teams und echte Innovationen in der Kreislaufwirtschaft geben wir den Fortschritt direkt an unsere Kund:innen und die gesamte Bauwirtschaft weiter.“

Risikominimierung und regulatorische Anforderungen

Für Investor:innen und Facility Manager verbessert der nachweisbar geringere CO2-Fußabdruck den langfristigen Werterhalt der Immobilie im Rahmen der Total Cost of Ownership. Da Finanzinstitute und Versicherungen ihre Konditionen im Zuge von Green Finance und Risikoprämien immer strenger an ESG-Kriterien knüpfen, de-riskieren die verifizierten Daten das gesamte Investment und schützen vor sogenannten „Stranded Assets“. Gleichzeitig gewinnt die Datenqualität im Hinblick auf regulatorische Vorgaben wie die neue EU-Gebäuderichtlinie (EPBD) massiv an Bedeutung. Die Richtlinie verschiebt den Fokus von der reinen Betriebsenergie hin zum gesamten Lebenszyklus-Treibhauspotenzial eines Bauwerks. Die transparenten Kennwerte fungieren hier als wichtiges Optimierungswerkzeug und unterstützen die öffentliche Hand bei der Erarbeitung nationaler Benchmarks.

Integration in digitale Bilanzierungstools

Die aktualisierten Umweltproduktdeklarationen für die Zemente und Betonzusatzstoffe können direkt über die Unternehmenswebsite bezogen werden. Um den Workflow für Ingenieure und Fachplaner zu erleichtern, sind die Daten zudem in den Datenbanken der Bau EPD GmbH sowie der ECO Platform hinterlegt. Dies gewährleistet eine reibungslose und zeitsparende Integration der spezifischen Werte in die gängigen Bilanzierungstools der Gebäudetechnik. Die kontinuierliche Bereitstellung wissenschaftlich fundierter Daten signalisiert einen wichtigen Schritt auf dem Weg zur langfristigen Realisierung klimaneutraler Bauprojekte.


© Cachalot Media House GmbH - Veröffentlicht am 03. Juli 2026 - zuletzt bearbeitet am 03. Juli 2026


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AutorRedaktion
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Holcim
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Baustoffe
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