Vier neue Studiengänge
Die Hochschule Burgenland legt bei Energiewende, Recht und digitaler Regulierung nach.
Die Hochschule Burgenland reagiert auf den steigenden Transformationsdruck in Bau-, Energie- und Technologiesektoren und erweitert ihr Portfolio ab dem Studienjahr 2027/28 um vier neue Studiengänge. Die Curricula decken strategische Schlüsselbereiche von Green Engineering über nachhaltige Energiesysteme bis hin zu digitaler Compliance und Wirtschaftsrecht ab. Entwickelt wurden die Programme entlang präziser Bedarfsanalysen, um dem Fachkräftemangel in technischen Leitungsfunktionen gezielt entgegenzuwirken. Die Anmeldephase für die insgesamt 95 Studienplätze startet am 3. November 2026.
Ingenieurkompetenz für die Dekarbonisierung
Mit dem englischsprachigen Vollzeit-Bachelor Green Engineering in Pinkafeld etabliert die Institution ein interdisziplinäres Profil an der Schnittstelle von Technik, Naturwissenschaft und Ökonomie. Das Programm mit 25 Anfängerplätzen fokussiert auf erneuerbare Energien, Kreislaufwirtschaft sowie die Lebenszyklusanalyse von Systemen und Produkten. „Wir blicken auf jahrzehntelange Expertise im Bereich Energie, Umwelt und Gebäudetechnik zurück“, unterstreicht Bettina Schauer-Frank, Rektorin der Hochschule Burgenland. Für planende und ausführende Unternehmen liefert die Ausbildung dringend benötigte Fachkräfte, die Dekarbonisierungsstrategien ganzheitlich steuern können.
Technologische Systemoptimierung in Pinkafeld
Ebenfalls am Campus Pinkafeld startet der berufsermöglichende Bachelorstudiengang Nachhaltige Energiesysteme und Elektronik mit 25 Plätzen. Dieser vermittelt Fachwissen in den Bereichen optoelektronische Systeme, Speicher- und Wandlungstechnologien sowie den Einsatz von Künstlicher Intelligenz zur Systemoptimierung. „Die Absolventinnen und Absolventen der Hochschule Burgenland sind im In- und Ausland in Entscheidungspositionen rund um die Energiewende tätig“, pointiert Schauer-Frank den Praxisbezug. Die enge Verzahnung von Hardware-Entwicklung und datenbasierter Steuerung adressiert unmittelbar die Anforderungen intelligenter Gebäude- und Versorgungsinfrastrukturen.
Regulierung und Führungskompetenz am Standort Eisenstadt
Am Campus Eisenstadt entstehen zeitgleich zwei berufsbegleitende Masterprogramme für anspruchsvolle Managementfunktionen. Der Studiengang Digital Governance & Compliance Engineering mit 25 Plätzen schließt die operative Lücke zwischen technischen Architekturen und regulatorischen Rahmenwerken wie NIS2, AI Act oder DSGVO. Flankierend dazu verknüpft der Master Unternehmensführung und Wirtschaftsrecht mit 20 Studienplätzen strategisches Management mit nationalem und europäischem Wirtschaftsrecht. Beide Ausbildungen qualifizieren Absolventen für Leitungsaufgaben in einem zunehmend regulierten Marktumfeld.
Zulassungsverfahren und Ausblick
Der operative Start aller vier Studiengänge erfolgt vorbehaltlich der Akkreditierung durch die Qualitätssicherungsagentur AQ-Austria im Herbst 2027. Die Bewerbungsfristen enden für die Bachelorstudiengänge am 31. März sowie für die Masterstudiengänge am 31. Mai 2027. Das erweiterte Angebot signalisiert einen weiteren Professionalisierungsschub für den heimischen Ingenieurnachwuchs und stärkt den praxisnahen Wissenstransfer in die Bau- und Energiewirtschaft.
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