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Studie: KI-Agenten wenig genutzt
Trotz hoher Erwartungen stehen autonome KI-Agenten noch am Anfang.
Autonome künstliche Intelligenz gilt in vielen Branchen als zukunftsweisende Technologie, doch der Weg in die Praxis erweist sich als steinig. Laut der aktuellen Studie „Agentic AI: vom Copiloten zum Autopiloten“ des Marktforschungsunternehmens Lünendonk & Hossenfelder befinden sich 58 Prozent der befragten Betriebe bei autonomen KI-Agenten noch in ersten Pilotprojekten. Weitere 18 Prozent stecken in der Testphase, während lediglich 19 Prozent die Technologie punktuell nutzen. Eine umfassende Integration in mehrere Kernprozesse kann bislang erst ein Prozent der Unternehmen vorweisen.
Hohe Erwartungen
Die Erwartungen an die Systeme sind dabei hoch. 96 Prozent der Organisationen versprechen sich Effizienzsteigerungen und Kostensenkungen, 90 Prozent zudem mehr Flexibilität und ein höheres Tempo. Dennoch gelingt die Skalierung nur selten: Bei 66 Prozent der Unternehmen schaffte weniger als ein Viertel der bisherigen Pilotprojekte den Sprung in den Produktivbetrieb. Als Ursachen gelten unzureichende IT-Infrastrukturen, fehlende Integrationsschichten und Datenanbindungen, Sicherheitsbedenken sowie ein Mangel an Fachkräften. Hinzu kommt eine Vielzahl unkoordinierter Parallelprojekte.„ Die strategische Relevanz von autonomen KI-Agenten ist in der Breite angekommen. Was fehlt, ist die operative Konsequenz: Unternehmen müssen den Übergang vom Piloten in den Regelbetrieb aktiv gestalten – mit klaren Prozessverantwortlichkeiten, belastbaren Datenarchitekturen und einer durchdachten Governance“, kommentiert Tobias Ganowski, Studienautor und Senior Consultant bei Lünendonk, die Ergebnisse.
Investitionsschwerpunkte
Um die Voraussetzungen für eine breitere Nutzung zu schaffen, planen die Betriebe gezielte Ausgaben. In den kommenden zwei Jahren wollen 98 Prozent stark in Datenqualität und Datenintegration investieren, 94 Prozent in Plattformen und IT-Infrastruktur. Jeweils 87 Prozent setzen Schwerpunkte auf Schulungen sowie KI-Compliance. Dabei erwarten 73 Prozent der Befragten keine Ablösung bestehender Systeme, sondern eine Orchestrierung ganzer Prozessketten über bestehende Architekturen hinweg. Für die Erhebung wurden 180 Führungskräfte aus dem gehobenen Mittelstand und Konzernen in der DACH-Region befragt.
R
AutorRedaktion
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