Studie: Brandfolgen von Tragwerken
Analysen zeigen deutliche Vorteile nicht brennbarer Baustoffe bei Schäden und Wiederaufbau.
Eine von BIBM und Concrete Europe beauftragte Untersuchung des Beratungsunternehmens Augustas Risk Services analysiert das Brandverhalten verschiedener Konstruktionsweisen. Die vergleichende Risikoanalyse betrachtet das Verhalten brennbarer und nicht brennbarer Tragwerkssysteme bei fünf unterschiedlichen Gebäudetypen in mehreren europäischen Ländern unter realistischen Bedingungen. Die Untersuchung verfolgt einen risikobasierten Ansatz und blickt über standardmäßige Feuerwiderstandsprüfungen hinaus.Im Fokus stehen weitreichende Brandfolgen wie Betriebsunterbrechungen, wirtschaftliche Schäden und die tatsächliche Reparierbarkeit nach einem Schadensfall. Dabei wird bewertet, wie sich Konstruktionen bei schwerwiegenden Brandszenarien in der Praxis verhalten.
Den Ergebnissen zufolge tragen nicht brennbare Stahlbetonkonstruktionen nicht zur Brandlast bei und bieten den Einsatzkräften stabilere Bedingungen bei Löscharbeiten.Oft bleibt eine ausreichende Resttragfähigkeit erhalten, die gezielte lokale Reparaturen sowie eine zügige Wiederherstellung ermöglicht. Brennbare Bauteile können dagegen unter extremen Bedingungen die Brandausbreitung beschleunigen, Schäden vergrößern und zu erheblich längeren Ausfallzeiten führen. Die Autoren betonen, dass Brandschutz ganzheitlich anhand der realen Konsequenzen eines Feuers beurteilt werden muss.Die Materialwahl beeinflusst maßgeblich den Brandverlauf, die statische Stabilität sowie den Sanierungsaufwand. Nachhaltiges Bauen dürfe sich daher nicht allein auf die ökologische Bilanz beschränken, sondern müsse gleichermaßen den Schutz von Menschen und die Begrenzung von Zerstörungen gewährleisten.
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