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Porr verstärkt Trockenbau-Segment

Strategische Mehrheitsübernahme stärkt die vertikale Integration bei modularer TGA und hocheffizienten Heiz-Kühl-Decken.

Die Konsolidierung am Bau- und Ausbaumarkt nimmt im Frühjahr 2026 weiter an Fahrt auf. Mit dem Erwerb von 51 % der Gesellschaftsanteile des renommierten Trockenbauspezialisten rhtb: setzt der Baukonzern Porr ein deutliches Zeichen in Richtung vertikaler Integration und Systembau. Die Übernahme des Unternehmens mit Standorten in Wien, Bad Vöslau und Berlin sichert der Porr nicht nur klassische Trockenbaukompetenzen, sondern vor allem den direkten Zugriff auf spezialisierte, integrierte TGA-Komponenten wie moderne Heiz-Kühl-Systeme, Doppel- und Hohlraumböden sowie hochwertige Systemtrennwände. In einem Marktumfeld, das zunehmend von Effizienzdruck und dem Zwang zur Dekarbonisierung geprägt ist, wandelt sich der Innenausbau damit vom rein handwerklichen Gewerk zum technologischen Hebel.


Für Porr-CEO Karl-Heinz Strauss stellt die Akquisition eine gezielte Portfolioerweiterung dar, bei der insbesondere die Kompetenzen im Bereich der Heiz- und Kühldecken für den Neubau und die thermische Sanierung im Fokus stehen. Diese Bauteilaktivierungen im Deckenbereich sind im Kontext moderner Niedertemperatursysteme und Wärmepumpen ein entscheidender Baustein für ressourcenschonende Gebäude. Gekoppelt wird dieses Know-how mit dem strategisch wichtigen Elementbau, der sich als unverzichtbare Komponente des zeitgenössischen Bauens etabliert hat, um Errichtungszeiten signifikant zu verkürzen und gleichzeitig eine konstant hohe Ausführungsqualität zu garantieren . rhtb: bringt neben rund 100 Fachkräften namhafte Referenzen – wie das Austria Center oder die Wirtschaftsuniversität Wien – sowie eine langjährige Partnerschaft bei der Sanierung von Porr-Eigenimmobilien in die neue Struktur ein.


Die strategische Relevanz dieses Zukaufs manifestiert sich unmittelbar in der Skalierung der hauseigenen Marke „Porr Living“. Auf Basis der rhtb:-Komponenten und einer konsequenten Elementbauweise realisiert der Konzern leistbaren Wohnraum zu Baukosten von unter 2.000 Euro pro Quadratmeter. Dass dieser serielle und modulare Ansatz den Nerv der Zeit trifft, zeigt das erste im Bau befindliche Pilotprojekt mit 50 Wohneinheiten in Niederösterreich sowie das rege Interesse seitens der Auftraggeber. Die Perspektive im Jahr 2026 ist klar: Das Konzept soll zügig auf andere Sektoren wie den Industriebau ausgeweitet werden. Der Gründer Rainer Haubenwaller bleibt als Miteigentümer und Gesellschafter an Bord, um rhtb: gemeinsam mit der Porr zum führenden Ausbauunternehmen in Österreich weiterzuentwickeln.

© Cachalot Media House GmbH - Veröffentlicht am 18. Mai 2026 - zuletzt bearbeitet am 18. Mai 2026


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AutorRedaktion
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Porr
Sanierung
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