Sanierungsgroßprojekt in Alt-Erlaa
Angestrebt wird eine Effizienzsteigerung für 3.182 Wohneinheiten durch thermische Sanierung der AEAG.
Der Wiener Wohnpark Alt-Erlaa, markantes Wahrzeichen des sozialen Wohnbaus, begeht sein 50-jähriges Bestehen mit dem Start einer umfassenden energetischen Modernisierung. Das Projekt gilt als eines der derzeit größten thermischen Sanierungsvorhaben in Österreich und zielt darauf ab, die großvolumige Anlage an aktuelle energetische Standards und Klimaschutzziele anzupassen.
Technische Eckpunkte und Umfang
Die Sanierung umfasst die Blöcke A, B und C und betrifft insgesamt 3.182 Nutzungseinheiten. Im Fokus der Maßnahmen steht die Gebäudehülle, um die Transmissionswärmeverluste signifikant zu reduzieren. Zu den zentralen Arbeiten zählen:
• Komponententausch: Austausch von rund 24.000 Fenstern sowie Terrassen- und Loggiatüren.
• Fassadenoptimierung: Umfassende Dämmmaßnahmen auf einer Gesamtfläche von etwa 103.000 Quadratmetern.
• Energieeinsparung: Ziel ist eine Reduktion des Heizwärmebedarfs um circa 50 Prozent.
Strategische Dekarbonisierung
Für Planer:innen und Expert:innen der Gebäudetechnik ist insbesondere die langfristige Strategie von Interesse. Neben der thermischen Hülle sieht das Projekt, das bis Ende 2028 abgeschlossen sein soll, perspektivisch die Umstellung der Wärmeversorgung auf klimafreundliche Systeme vor. Damit wird die Dekarbonisierung eines der größten zusammenhängenden Wohnkomplexe des Landes eingeleitet.
Praxisnahe Demonstration
Um den beteiligten Partner:innen und den Bewohner:innen die technischen Neuerungen greifbar zu machen, wurde eine Musterwohnung eingerichtet. Diese dient als Referenzobjekt für den zukünftigen Wohnstandard und demonstriert das Zusammenspiel von moderner Dämmung und verbesserten Fensterkomponenten.
Die Stadt Wien und die zuständigen Vertreter:innen sehen in diesem Vorhaben ein wesentliches Pilotprojekt für die Bestandssanierung im urbanen Raum. Es zeigt auf, wie durch koordinierte Maßnahmen im Bereich der thermischen Sanierung auch bei komplexen Bestandsbauten eine signifikante Steigerung der Energieeffizienz realisiert werden kann.
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