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Österreichischer Staatspreis Holzbau 2026

Drei Hauptpreise und zwei Anerkennungen zeigen die Innovationskraft nachhaltiger Architektur.

Erstmals ist der Österreichische Staatspreis Holzbau auf nationaler Ebene verliehen worden, um herausragende und ressourcenschonende Bauprojekte zu würdigen. Aus insgesamt 41 nominierten Projekten, die bereits zuvor auf regionaler Ebene erfolgreich waren, wählte eine internationale Fachjury drei Hauptpreise sowie zwei Anerkennungen aus. Die Auszeichnungen wurden im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung in Anwesenheit von Bundesminister Norbert Totschnig überreicht.

Die drei Hauptpreise gingen an wegweisende Projekte in verschiedenen Bundesländern. Ausgezeichnet wurden die Erweiterung der Firmenzentrale von Windkraft Simonsfeld im niederösterreichischen Ernstbrunn, geplant von Juri Troy Architects und ausgeführt von Graf-Holztechnik, sowie die Aufstockung der HTL Bau und Design in Innsbruck durch Ao-architekten in Zusammenarbeit mit Schafferer Holzbau. Als dritter Hauptpreisträger überzeugte das Rathaus Hohenems in Vorarlberg, das nach Entwürfen von Berktold Weber Architekten durch die Arbeitsgemeinschaft Heim Wohnbau und Kaufmann Zimmerei realisiert wurde.

Anerkennungen erhielten die Schulen Hittisau in Vorarlberg von Architekt Matthias Bär und der Kaufmann Zimmerei sowie das Ronald Mc Donald Kinderhaus in Salzburg von LP Architektur und Meiberger Holzbau. Die Jury, bestehend aus den Architektinnen Nicole Berganski und Annette Hafner sowie dem Tragwerksplaner Pirmin Jung, hob nach einer Bereisung der Projekte hervor, dass der Holzbau in Österreich mittlerweile ausgereifte Antworten auf zentrale Fragen wie das Bauen im Bestand, die Nachverdichtung und den öffentlichen Wohnbau liefert. Neben dem Staatspreis wurde auch der Innovationspreis Holz vergeben.

Dieser würdigt Konzepte mit hohem Marktpotenzial, die Holz als vielseitigen und klimagerechten Werkstoff positionieren. Den ersten Platz belegte die Joanneum Research Forschungsgesellschaft für eine elektrisch leitende Holzoberfläche. Die weiteren Plätze gingen an die Wood Vision Lab GmbH für die Veredelung von Laubholz sowie an ein Kooperationsprojekt um die Rubner Holzindustrie zur Wiederverwertung von Brettschichtholz.

Der Staatspreis Holzbau wird vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Regionen und Wasserwirtschaft in Kooperation mit pro Holz Austria vergeben und aus Mitteln des Waldfonds gefördert. Die Auszeichnung soll künftig im Rhythmus von vier Jahren ausgelobt werden.

© Cachalot Media House GmbH - Veröffentlicht am 01. Juni 2026 - zuletzt bearbeitet am 01. Juni 2026


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AutorRedaktion
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