Die Dekarbonisierung des Bausektors rückt den nachwachsenden Rohstoff Holz verstärkt in den Fokus von Fachplaner:innen und Bauträgern. Wie sich aus einem regionalen Handwerksbetrieb ein international agierender Taktgeber für den modernen Ingenieurholzbau entwickeln kann, demonstriert die historische Entwicklung eines Südtiroler Traditionsunternehmens. Was im Jahr 1926 mit einem kleinen Sägewerk in Kiens begann, markiert heute ein Jahrhundert industrieller Holzverarbeitung. Für anspruchsvolle Großbauprojekte weltweit signalisiert dieser Transformationsprozess eine technologische Reife des Baustoffs, die mittlerweile sogar Hochhauskonstruktionen in Ballungsräumen ermöglicht.
Skalierung vom Sägewerk zum Systemanbieter
Der technologische Fundamentstein wurde durch die Errichtung eines Sägewerks in den 1920er-Jahren gelegt, woraufhin eine kontinuierliche vertikale Integration der Wertschöpfungskette folgte. Ein strategischer Meilenstein zur Erschließung neuer Absatzmärkte war die Eröffnung eines Zentrallagers in Cremona im Jahr 1957. In den darauffolgenden Dekaden erweiterte das Unternehmen sein Portfolio systematisch über den reinen Holzhandel hinaus. Für Architekt:innen und Bauherren resultierte daraus ein integriertes Angebot, das von der Produktion von Holztüren und Fenstern über die Fertigung von Brettschichtholz bis hin zu großflächigen Massivholzplatten reicht.
Integrierte Wertschöpfungskette als Qualitätsfaktor
Für Branchenentscheidungsträger:innen bietet die Konsolidierung sämtlicher Produktionsschritte unter einem Dach signifikante Vorteile hinsichtlich der Planungs- und Versorgungssicherheit. Das herstellungsspezifische Know-how verbindet handwerkliche Präzision mit industriellen Fertigungskapazitäten. Diese Verknüpfung unterstreicht die Realisierbarkeit komplexer Großprojekte wie dem „Roots“ in Hamburg, dem derzeit höchsten Holzgebäude Deutschlands. Durch die lückenlose Kontrolle vom Rohstoffgewinn bis zur finalen Montage auf der Baustelle lassen sich ambitionierte Architekturkonzepte architektonisch präzise und normgerecht umsetzen.
„Das 100-jährige Jubiläum unterstreicht unsere Rolle als regional verwurzelter, international ausgerichteter sowie verlässlicher Partner und Impulsgeber für die Holzbauindustrie“, pointiert Peter Rubner, Präsident der Gruppe.
Werkstoffverbund sichert zukunftsfähige Gebäudekonzepte
Die moderne Gebäudetechnik fordert heute ganzheitliche Lösungen, die ökologische Nachhaltigkeit und statische Leistungsfähigkeit miteinander verbinden. Das fundierte Fachwissen im Bereich des Ingenieurholzbaus ermöglicht es, das volle Potenzial des Holzes im Verbund mit komplementären Materialien wie Glas, Stahl und Beton effizient auszuschöpfen. Für Facility Manager und Investor:innen im gewerblichen sowie privaten Wohnungsbau garantiert dieser hybride Ansatz die Schaffung von gesunden, langlebigen Lebens- und Arbeitsräumen, die gleichzeitig einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung globaler Klimaziele leisten.
„Unser Jubiläum ist nicht nur ein Anlass, auf eine erfolgreiche Unternehmensgeschichte zurückzublicken, sondern auch ein klares Bekenntnis zur Zukunft des Bauens mit Holz“, ergänzt Peter Rubner mit Blick auf die kommenden Marktzyklen.