Markt für Fliesenkleber dreht 2026
2025 sanken die Herstellererlöse auf 101,1 Mio. Euro. 2026 wird ein Plus von 1 Prozent erwartet.
Am österreichischen Markt für Fliesenkleber, Fugenmörtel und Spachtelmassen deutet sich eine vorsichtige Stabilisierung an. Zwar verzeichnete die Branche im Jahr 2025 das zweite Mal in Folge rückläufige Zahlen, doch fiel das Minus deutlich glimpflicher aus als im Vorjahr. Laut einer aktuellen Analyse von Branchenradar sanken die Herstellererlöse um 1,8 Prozent auf ein Gesamtvolumen von 101,1 Millionen Euro.
Geringere Verluste bei Herstellererlösen
Während Fliesenkleber und Fugenmörtel mit Umsatzrückgängen zwischen drei und vier Prozent spürbar unter Druck standen, hielten Bodenmassen ihr Vorjahresniveau. Dieser Trend stützt sich vor allem auf den verstärkten Einsatz von Ausgleichsmassen, die für eine normgerechte Verlegung von Bodenbelägen immer unverzichtbarer werden.
Wandspachtelmassen profitieren vom Nicht-Wohnbau
Vergleichsweise stabil präsentierte sich das Segment der Wandspachtelmassen mit einem moderaten Rückgang von lediglich 400.000 Euro. Zum Vergleich: Im Jahr 2024 waren die Einbußen mit 4,4 Millionen Euro noch massiv ausgefallen. Getragen wurde die aktuelle Nachfrage vor allem durch Investitionen im Nicht-Wohnbau, wobei insbesondere der Neubausektor als wichtiger Impulsgeber fungierte.
Nachfrageverschiebung bei den Materialien
Trotz der allgemeinen Flaute im Baugewerbe blieb das bauwirksame Volumen für Wandspachtelmassen nahezu konstant. Innerhalb der Produktgruppen gab es jedoch deutliche Verschiebungen: Während die Nachfrage nach pulverförmigen Produkten sank, konnten Wandspachtelmassen auf Kunststoffbasis ein Umsatzplus von vier Prozent verbuchen.
Ausblick auf eine moderate Erholung
Für das Jahr 2026 liefert das Prognosemodell von Branchenradar erste Signale für eine Trendwende. Erwartet wird ein leichtes Umsatzwachstum von rund einem Prozent. Allerdings weist die Analyse darauf hin, dass jüngste geopolitische Verwerfungen in diesen Berechnungen noch nicht berücksichtigt werden konnten.
Weitere Artikel

