IV fürchtet wirtschaftliche Folgen der Klimaziele
Heimische Betriebe fürchten Wettbewerbsnachteile durch nationale Sonderwege beim Klimaschutz.
Die im Ministerrat beschlossene Verankerung der Klimaneutralität bis 2040 stößt bei der Industriellenvereinigung auf scharfe Kritik. Aus Sicht der Interessenvertretung gefährdet der österreichische Alleingang die heimische Wertschöpfung sowie zehntausende Arbeitsplätze, ohne dabei einen messbaren Mehrwert für das globale Klima zu erzielen. IV-Generalsekretär Christoph Neumayer bezeichnete den Beschluss als wirtschaftspolitischen Irrweg.
Während sich die europäische Industrie am gemeinsamen Ziel für 2050 ausrichte, setze ein vorgezogener Ausstieg heimische Unternehmen und Haushalte unter massiven Kosten- und Transformationsdruck. Betroffen seien vor allem die Bauwirtschaft, die Industrie, der Verkehrssektor sowie die Gaswirtschaft, die vorzeitig ihren fossilen Kapitalstock abschreiben müssten. Dies drohe zudem die Inflationsspirale weiter anzuheizen.
Zwar begrüßt die Vereinigung Schritte wie die geplante Aufhebung des CO2-Speicherverbots und beschleunigte UVP-Verfahren, mahnt jedoch auch dabei zur Zurückhaltung bei bürokratischen Sonderauflagen. Ein nationales Übererfüllen von EU-Vorgaben schwäche die Wettbewerbsfähigkeit zusätzlich. Als unrealistisch stuft die IV zudem die Begrenzung des Bodenverbrauchs auf 2,5 Hektar ein, da allein die Energiewende bis 2030 eine spürbar höhere transformative Flächenbeanspruchung erfordere.
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