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Hella reduziert Kunststoff und schließt Werk

Das Sonnenschutzunternehmen Hella verabschiedet sich von Produkten mit hohem Kunststoffanteil. Das Werk Duisburg mit 128 Beschäftigten wird geschlossen, ein Sozialplan steht.

Der österreichische Sonnenschutz-Komplettanbieter Hella nimmt Produkte mit hohem Kunststoffanteil aus dem Sortiment. Der Wandel der letzten Jahre brachte neben stetig steigenden Temperaturen auch Veränderungen der Baukultur und damit im Kerngeschäft des Unternehmens mit sich, so eine Aussendung. Da der außenliegende Sonnenschutz an Fassaden der direkten Sonneneinstrahlung und somit enormen Temperaturschwankungen ausgesetzt ist, sieht Hella in Produkten mit hohem Kunststoffanteil keine Wachstumspotenziale. Die dazugehörigen Sortimentsbereiche, die am Standort in Duisburg produziert werden, haben für Hella bereits in den vergangenen Jahren an Relevanz in den wichtigsten Märkten und Zielgruppen verloren.

Seit Jahren schwach

Am Standort Duisburg wurden seit der Übernahme im Jahr 2007 Systemware, Komponenten und Aufsatzkästen für die internationale Kunststoff-Fensterindustrie hergestellt. Seit mehreren Jahren konnte der Standort keinen positiven Beitrag zum Unternehmenserfolg leisten. Die Umsatzeinbußen waren nicht konjunkturell bedingt, sondern sind den Entwicklungen der Rahmenbedingungen geschuldet. „Wenngleich dieser Schritt eine alternativlose und logische Konsequenz unserer strategischen Organisationsentwicklung ist, so handelt es sich bei der Schließung dennoch um einen schmerzhaften Abschnitt in der Unternehmensgeschichte, der mich als Eigentümer und Manager nicht kalt lässt“, so Andreas Kraler, geschäftsführender Gesellschafter der Hella Gruppe.

Sozialplan steht

Der Betriebsrat wurde Ende Juli über die Pläne informiert. Die Verhandlungen über einen Interessenausgleich und Sozialplan, die die wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen für 128 betroffene Arbeitnehmer abfedern, konnten am 18. August zwischen dem Unternehmen und den Arbeitnehmervertretern abgeschlossen werden. „Uns ist bewusst, dass der Verlust des Arbeitsplatzes für jeden einzelnen Betroffenen ein massiver Einschnitt in das Berufs- und Privatleben ist. Als verantwortungsvolle Unternehmer sind wir jedoch dazu verpflichtet, einen langfristigen wirtschaftlichen Erfolg sicherzustellen“, so Kraler. Das Unternehmen baut nun die Lagerbestände ab und organisiert den Abbaubetrieb, der in wenigen Monaten abgeschlossen sein soll.

Alu punktet

Die Sortimentsbereiche Rollläden-, Raffstore-, Senkrechtmarkisen- und Insektenschutz-Systeme sowie das Outdoor-Living-Sortiment rund um Markisen, Wintergartenbeschattungen und Terrassenüberdachungen werden wie bisher in den deutschen Produktionswerken in Werne und Geislingen sowie in Abfaltersbach in Österreich produziert. An diesen Standorten ist der Großteil der Belegschaft beschäftigt. Das Unternehmen sieht zukünftiges Wachstum in Märkten, in denen Produkte mit hohem Aluminiumanteil und entsprechend längerer Lebensdauer nachgefragt sind. Besonders im gehobenen Qualitätswohn- und Objektbau spiele der ökologische Fußabdruck der verbauten Materialien eine große Rolle.

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© Cachalot Media House GmbH - Veröffentlicht am 21. August 2025 - zuletzt bearbeitet am 26. Februar 2026


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