Heimischer Parkettmarkt 2025 stabil
Umsatz stabil bei 138,1 Mio. Euro: Der Kurzstab-Trend treibt das Zweischichtparkett-Segment an.
Der österreichische Parkettmarkt hat 2025 nach zwei Jahren Rückgang eine Seitwärtsbewegung gezeigt. Laut einer Auswertung von Branchenradar stabilisierten sich die Herstellererlöse bei 138,1 Millionen Euro. Als wichtigste Stütze nennt die Studie das Renovierungsgeschäft. Dieses legte im Jahresvergleich um nahezu sechs Prozent zu und glich die schwächere Dynamik in anderen Teilsegmenten aus. Im Produktmix blieb Zweischichtparkett auf Wachstumskurs. Der Umsatz stieg um 3,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Die zusätzlichen Erlöse kamen laut Studie allerdings vollständig aus Kurzstab-Parkett, während zweischichtige Landhausdielen rückläufig waren. Aus dem Minus bei zweischichtigen Landhausdielen lasse sich jedoch nicht unmittelbar ein ausgeschöpftes Marktpotenzial ableiten, heißt es in der Analyse. Im Dreischichtsegment habe der Anteil der Landhausdielen erneut spürbar zugelegt, mittlerweile entfallen dort rund 7 von 10 Euro auf dieses Format.
Insgesamt erzielte Dreischichtparkett zuletzt nahezu 60 Prozent der Gesamterlöse. Als mögliche Erklärung für die gegenläufige Entwicklung wird eine stärkere Differenzierung der Zielgruppen diskutiert. Kunden mit Fokus auf Nachhaltigkeit könnten wieder häufiger klassische Formate wie Kurzstab wählen, unter anderem weil Zweischichtparkett abgeschliffen und neu lackiert werden kann und damit tendenziell länger genutzt wird.
Ob sich daraus ein belastbarer Trend ableiten lässt, bleibt offen, da der Beobachtungszeitraum von zwei Jahren für belastbare Trendprognosen als kurz gilt.
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