Google legt Grundstein für Rechenzentrum in Kronstorf (OÖ)
Google hat den Bau eines Rechenzentrums in Kronstorf, Oberösterreich, bekannt gegeben. Die Anlage wird die wachsende Nachfrage nach digitalen Diensten und KI-Angeboten bedienen und schafft 100 direkte Arbeitsplätze.
Google hat den Bau eines Rechenzentrums in Kronstorf, Oberösterreich, bekannt gegeben. Die Anlage soll die steigende Nachfrage nach Googles digitalen Diensten und KI-Angeboten decken. Sie wird die Nutzung der Abwärme ermöglichen und über ein begrüntes Dach mit Photovoltaikanlage verfügen. Google kündigte zudem einen Fonds zur Verbesserung des Gewässerökosystems der Enns sowie ein Informationszentrum in Kronstorf an. Eine enge Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Oberösterreich im Bereich KI-Kompetenzen ist ebenfalls geplant. Nach Fertigstellung werden 100 direkte Arbeitsplätze geschaffen und indirekt Tausende weitere Jobs in den Bereichen Bau, Lieferanten und lokale Unternehmen entstehen.
Investitionen in das lokale Gewässerökosystem und Abwärmenutzung
Googles Rechenzentren gehören zu den energieeffizientesten weltweit und streben den Betrieb mit CO2-freier Energie rund um die Uhr an. Google möchte die österreichischen Dekarbonisierungsziele unterstützen und zu einem sauberen, zuverlässigen und nachhaltigen Energiesystem beitragen. Die neue Anlage in Kronstorf wird die Nutzung der Abwärme ermöglichen. Sobald ein Abnehmer gefunden ist, kann die Abwärme kostenlos von einem geeigneten Partner abgenommen werden, um die Wende hin zu einer CO2-freien Nutzung lokaler Wärmequellen zu fördern. Das begrünte Dach mit Photovoltaikanlage wird direkt saubere Energie zur Stromversorgung des Rechenzentrums beisteuern. Google verfolgt einen klimafreundlichen Ansatz bei der Kühlung von Rechenzentren, um die Netto-Klimaauswirkungen zu minimieren und natürliche Ressourcen verantwortungsvoll zu nutzen. Das Unternehmen hat sich das Ziel gesetzt, weltweit bis 2030 mehr Wasser zurückzuführen, als verbraucht wird. In Zusammenarbeit mit dem Oberösterreichischen Fischereiverband wird ein eigener Fonds zur Verbesserung des Gewässerökosystems der Enns eingerichtet.
Im Dialog mit der Gemeinde
Google arbeitet derzeit an einem Informationszentrum in Kronstorf. Dort können Interessierte aus der gesamten Region mehr über digitale Infrastruktur und ihre Vorteile für Österreich und seine Wirtschaft erfahren. Das Informationszentrum wird auch Googles Nachhaltigkeitsmaßnahmen visualisieren.
Thomas Stelzer, Landeshauptmann von Oberösterreich, beton: „Dass sich Google für Kronstorf entschieden hat, ist ein starkes Signal für den Wirtschafts- und Innovationsstandort Oberösterreich. Es zeigt: Oberösterreich ist international gefragt, wettbewerbsfähig, verlässlich und zukunftsorientiert. Dieses Investment schafft Arbeitsplätze, stärkt unsere digitale Infrastruktur und gibt unserer KI- und Innovationsstrategie zusätzlichen Rückenwind.“
Kooperation für KI-Bildung und -Kompetenzen
Mit dem Spatenstich kündigt Google eine Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Oberösterreich (FH OÖ) an. Diese konzentriert sich auf die Entwicklung eines fortlaufenden Lehrplans und Zertifizierungen, um Studierende in KI-Kompetenzen weiterzubilden. Google ist bereits seit 2006 mit einem Büro in Österreich präsent und unterstützt zehntausende österreichische Unternehmen, Verlage, Nonprofit-Organisationen, Creator und Entwickler durch seine Cloud-Plattform und sein Werbenetzwerk. Die Google Zukunftswerkstatt ermöglicht seit einigen Jahren den einfachen Zugang zu Wissen über moderne Technologien. Seit 2014 wurden mehr als 140.000 Personen in Österreich ausgebildet, darunter Studierende, Pädagogen, Inhaber kleiner Unternehmen und Entwickler.
Christine Antlanger-Winter, Managing Director Google Austria and Switzerland, ergänzt: „Ich freue mich sehr, Googles erste Investition in ein Rechenzentrum in Österreich bekannt zu geben. Dadurch erhalten Unternehmen, öffentliche Einrichtungen und Internet-Nutzer in ganz Österreich einen noch besseren Zugang zu unserer Technologie und können aktiv an der digitalen Transformation teilhaben. Dies unterstreicht unsere langfristige Vision für Europa und zeigt unser starkes Engagement, regionale Innovationen durch strategische Investitionen zu beschleunigen.“

