Erste CO2-Benchmarks für Gebäude
Was ist wirklich gut? Eine neue Datenbasis soll als Richtschnur für künftige Grenzwerte im Bauwesen dienen.
Zwei Jahre nach dem Start des europäischen Projekts Indicate Life liegen erstmals belastbare Vergleichswerte für die Treibhausgasemissionen von Gebäuden über deren gesamten Lebenszyklus vor. Ein Konsortium aus ÖGNI, TU Graz, ATP sustain und einszueins architektur hat anhand von 67 Referenzobjekten ermittelt, welche Klimawirkungen bei Herstellung, Betrieb und Rückbau entstehen. Die Auswertungen zeigen, dass rund die Hälfte der Lebenszyklus-Emissionen auf den laufenden Gebäudebetrieb entfällt, gefolgt von der Errichtungsphase.
Mit dem Projekt stehe erstmals eine Datenbasis bereit, mit der sich realistische Grenzwerte für den CO2-Fußabdruck entwickeln lassen. Angesichts der anstehenden EU-Vorgaben sei dieser Schritt für die Branche von zentraler Bedeutung. Die detaillierten Resultate sowie Erfahrungen aus der Projektpraxis werden am 13. Oktober 2026 bei einer Abschlussveranstaltung an der FHWien der WKW präsentiert. Neben Fachbeiträgen von Alexander Passer von der TU Graz und Lisa Graaf vom Buildings Performance Institute Europe stehen Diskussionsrunden zu Datenqualität, Ausbildung und baulicher Umsetzung auf der Agenda.
Weitere Artikel

