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ATP und Baumschlager Eberle planen neuen KI-Campus

Eine renommierte Arbeitsgemeinschaft verantwortet das technische Rückgrat sowie ein hochinstalliertes Forschungsgebäude der ersten deutschen KI-Universität

Die renommierte Arbeitsgemeinschaft aus ATP architekten ingenieure und Baumschlager Eberle Architekten wurde mit einer umfassenden Planungsaufgabe auf dem künftigen Campus der Technischen Universität Nürnberg betraut. Der Auftrag des Freistaates Bayern, vertreten durch das Staatliche Bauamt Erlangen-Nürnberg, umfasst die Planung inklusive der BIM-Gesamtkoordination für das zentrale Logistikzentrum, die Energiezentrale sowie für das Gründungsgebäude 3. Das ambitionierte Großprojekt entsteht auf dem Gelände eines ehemaligen Güterbahnhofs im neuen Nürnberger Stadtteil Lichtenreuth und soll den Süden der Stadt nachhaltig städtebaulich und wissenschaftlich transformieren. Nach dem offiziellen Spatenstich im Mai 2026 ist die Inbetriebnahme des Campus als erste dedizierte KI-Universität Deutschlands für das Wintersemester 2029/2030 geplant, wobei der Endausbau Kapazitäten für bis zu 6.000 Studierende und rund 2.000 Beschäftigte vorsieht.

Das Versorgungskonzept der Energiezentrale ist bereits vollständig für den finalen Endausbau des gesamten Areals dimensioniert und lässt sich modular erweitern, um die campuseigenen Netze für Wärme, Kälte, Wasser und Elektrotechnik zuverlässig zu speisen. Das regenerative Energiekonzept basiert auf dem Einsatz von Wärmepumpen, die mit lokal erzeugtem Photovoltaikstrom betrieben werden, während die anfallende Abwärme aus der Kälteerzeugung über einen integrierten Wärmespeicher effizient zurückgeführt wird. Visuell erhalten das Logistikzentrum und die Energiezentrale eine prägnante Metallfassade mit einer bodengebundenen Begrünung. Um die logistische und technische Qualität bei diesem multidisziplinären Großprojekt zu sichern, setzen die Planer konsequent auf einheitliche OpenBIM-Standards, die ein lückenloses und konsistentes As-Built-Modell aller technischen und infrastrukturellen Anlagen über den gesamten Lebenszyklus der Gebäude hinweg garantieren.

Das ebenfalls von der Arbeitsgemeinschaft geplante Gründungsgebäude 3 bildet das finale Bauwerk der ersten Ausbaustufe und fungiert als hochinstallierter Forschungsbau für die Wissenschaft von morgen. Im Untergeschoss des Gebäudes werden sensible Funktionseinheiten wie ein Reinraum, Optiklabore und komplexe Forschungsbereiche konzentriert, die extrem strenge Anforderungen an die Schwingungsarmut, eine präzise Temperaturkonstanz und elektromagnetische Stabilität erfüllen müssen. In den darüber liegenden Obergeschossen sind weitere Laboreinheiten sowie offen gestaltete Lern- und Kommunikationszonen für den interdisziplinären Austausch vorgesehen. Das Gesamtprojekt stellt die erste Universitätsneugründung im Freistaat Bayern seit dem Jahr 1978 dar und soll als innovatives Stadtquartier die Bereiche Spitzenforschung, universitäre Lehre und urbanes Leben zukunftsweisend miteinander verknüpfen.

© Cachalot Media House GmbH - Veröffentlicht am 15. Juni 2026 - zuletzt bearbeitet am 15. Juni 2026


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AutorRedaktion
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ATP architekten ingenieure
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Technische Universität Nürnberg
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