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Energiepreise nähern sich Rekordniveau

Steigende Kosten für Heizöl setzen Verbraucher wieder unter Druck. Auch Pellets sind teurer.

Die Energiekosten für Österreichs Haushalte ziehen wieder spürbar an. Wie aus dem aktuellen Energiepreisindex (EPI) der Österreichischen Energieagentur hervorgeht, stiegen die Energiepreise im August gegenüber dem Vormonat Juli um durchschnittlich 3,6 Prozent. Im Jahresvergleich fiel das Plus mit 9,9 Prozent noch deutlicher aus. Damit verteuerte sich Energie erneut wesentlich stärker als der allgemeine Warenkorb der Statistik Austria, dessen Teuerung im selben Zeitraum bei 3,2 Prozent lag.

Zwar erreichen die aktuellen Zuwächse noch nicht das Ausmaß der schweren Energiekrise der Jahre 2022 und 2023, doch die Entwicklung bewegt sich wieder auf einem Niveau, das erhöhte Aufmerksamkeit verlangt. Der Index nähert sich inzwischen seinem bisherigen Höchststand aus dem April 2026 an. Hält der Aufwärtsdruck an den internationalen Rohölmärkten an, könnte bereits im September ein neuer Allzeit-Höchststand folgen.

Heizöl und Treibstoffe als Haupttreiber

Verantwortlich für den jüngsten Preisschub sind in erster Linie fossile Brenn- und Treibstoffe. Besonders drastisch fiel der Anstieg beim Heizöl aus: Gegenüber Juli kletterten die Preise um 12,3 Prozent. Im Vergleich zum August des Vorjahres lag leichtes Heizöl sogar um 48,1 Prozent im Plus.

Auch an den Zapfsäulen müssen Autofahrer wieder tiefer in die Tasche greifen. Diesel verteuerte sich im Monatsabstand um 9,6 Prozent und überschritt im Schnitt erneut die Marke von zwei Euro je Liter. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet das einen Zuwachs von 32,6 Prozent. Eine spürbare Entlastung zeichnet sich an den Tankstellen vorerst nicht ab.

Strom stabil, Gas und Pellets im Aufwind

Ein differenziertes Bild zeigt sich bei Strom, Fernwärme und festen Brennstoffen. Die Strompreise für Haushalte blieben im August im Vergleich zum Vormonat unverändert und lagen um 10,7 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Die Tarife für Fernwärme verharrten im Monatsvergleich ebenfalls stabil und verzeichneten im Jahresabstand lediglich ein leichtes Plus von 1,2 Prozent.

Anders verhält es sich beim Gas: Hier kletterten die Kosten binnen Monatsfrist um 3,3 Prozent, was einem Anstieg von 7,9 Prozent gegenüber August 2025 entspricht. Da leitungsgebundene Energieträger typischerweise über längerfristige Verträge beschafft werden, schlagen Entwicklungen an den Großhandelsmärkten oft erst verzögert durch. Entsprechend ist in den kommenden Monaten auch bei Strom, Gas und Fernwärme wieder mit stärkeren Preisbewegungen zu rechnen.

Höhere Resilienz trotz anhaltender Importabhängigkeit

Trotz der aktuellen Teuerungswelle sieht die Energieagentur eine veränderte Ausgangslage im Vergleich zu früheren Jahren. Durch den forcierten Ausbau von Photovoltaik und Stromspeichern sowie thermische Sanierungen und mehr E-Mobilität sei das Energiesystem widerstandsfähiger gegen internationale Preisschocks geworden.

Experten raten Verbrauchern weiterhin zum konsequenten Energiesparen. Eine gedrosselte Nachfrage schont nicht nur das eigene Budget, sondern nimmt auch Druck aus dem Markt.

© Cachalot Media House GmbH - Veröffentlicht am 22. September 2026 - zuletzt bearbeitet am 22. September 2026


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AutorRedaktion
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Fernwärme
Photovoltaik
Heizöl
Treibstoffe
Energiekosten
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