Elektrisierte Brech- und Siebanlagen
Mit emissionsarmen Antrieben reagiert der Hersteller Rubble Master auf steigende Auflagen und Energiekosten.
Die Bau- und Recyclingbranche befindet sich in einem tiefgreifenden Transformationsprozess, der maßgeblich durch steigende Energiekosten, verschärfte Umweltauflagen sowie den wachsenden Druck zur Dekarbonisierung von Baustellen getrieben wird. Vor diesem Hintergrund gewinnen alternative Antriebskonzepte bei mobilen Aufbereitungsanlagen kontinuierlich an Bedeutung. Das österreichische Unternehmen Rubble Master setzt verstärkt auf elektrische sowie hybride Antriebstechnologien, um den betriebswirtschaftlichen und ökologischen Anforderungen modernster Baustelleninfrastrukturen gerecht zu werden. Für Fachplaner und Bauträger gewinnt diese Technologiewende insbesondere bei Ausschreibungen in sensiblen Arealen eine entscheidende Relevanz.
Effizienzgewinne durch hybride Systemarchitekturen
Im Zentrum der aktuellen Entwicklungen stehen hybride Antriebslösungen, die als praxistaugliche Brückentechnologie zur emissionsfreien Baustelle fungieren. Diese Systeme erlauben einen rein elektrischen Betrieb direkt am örtlichen Stromnetz, verfügen jedoch alternativ über einen integrierten Verbrennungsmotor gekoppelt mit einem Generator, falls keine Netzinfrastruktur vorhanden ist. Im Vergleich zu konventionellen hydraulischen Systemen zeichnet sich die Technologie durch eine direkte Stromerzeugung für die Elektromotoren aus, wodurch energetische Wandlungsverluste signifikant minimiert werden. „Bei unseren Hybridmaschinen treibt der Verbrennungsmotor keinen hydraulischen Kreislauf mehr an, sondern erzeugt Strom für die Elektromotoren der Maschine. Dadurch entstehen deutlich weniger Energieverluste als bei klassischen hydraulischen Antrieben“, erläutert Werner Ammerer, Marketingleiter von Rubble Master.
Erweiterung der Einsatzfelder in urbanen Räumen
Neben der energetischen Optimierung eröffnen voll- beziehungsweise teilelektrische Aufbereitungsanlagen neue Anwendungsszenarien in lärm- und emissionssensiblen Zonen. Durch das Ausbleiben direkter Abgasemissionen vor Ort und die spürbare Reduzierung des Schalldruckpegels können entsprechende Geräte problemlos in Innenstädten, Wohngebieten oder bei Abbrucharbeiten innerhalb von Gebäudehüllen eingesetzt werden. Zudem vereinfacht die Einhaltung strenger lokaler Umweltauflagen die Genehmigungsverfahren für Bauherren und Projektentwickler erheblich. „Steigende Energiekosten und vor allem die immer strengeren Umweltauflagen, die in den Ländern vorherrschen, machen unsere Technologie wirtschaftlich und ökologisch besonders attraktiv“, pointiert Ammerer die veränderten Marktbedingungen.
Praxiseinsatz unterstreicht Wirtschaftlichkeit
Die praktische Leistungsfähigkeit moderner Hybrid-Prallbrecher zeigt sich aktuell unter anderem beim französischen Baustoff- und Aufbereitungsspezialisten Grente SAS. Das in der Normandie ansässige Familienunternehmen verarbeitet sowohl Primärgestein als auch mineralische Bauabfälle direkt an den jeweiligen Anfallstellen. Seit dem Frühjahr 2026 ergänzt mit dem RM 100XE Hybrid ein Gerät der neuesten Generation den dortigen Maschinenpark, um Transportwege zu verkürzen und Materialströme vor Ort im Sinne der Kreislaufwirtschaft zu schließen. „Unsere Kunden können darauf vertrauen, dass die Maschinen zertifiziert und geprüft sind und sämtlichen Auflagen entsprechen. Oft kann man aufgrund des alternativen Antriebs auch erfolgreich mögliche Förderungen beantragen“, ergänzt Ammerer hinsichtlich der ökonomischen Rahmenbedingungen.
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