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Extremwetter lässt Eigenheimbesitzer kalt

Eine Analyse von Durchblicker zeigt große Versicherungslücken trotz zunehmender Wetterextreme auf.

Die Häufung von Extremwetterereignissen wie Starkregen, Überflutungen und Hagel stellt Eigentümer:innen sowie Planungsverantwortliche vor neue Herausforderungen beim Risikomanagement von Wohngebäuden. Eine aktuelle Datenanalyse des Vergleichsportals durchblicker verdeutlicht jedoch eine erhebliche Deckungslücke im Bestand: Lediglich bei 15,5 Prozent der Versicherungsabfragen für Eigenheime wird ein erweiterter Naturkatastrophenschutz berücksichtigt. Während der reguläre Standardschutz bei Unwetterschäden maximal 5.000 Euro abdeckt, sichert eine erweiterte Polizze Summen von bis zu 225.000 Euro ab.

Erhebliches finanzielles Risiko bei Starkregen

In der Praxis führt die unzureichende Versicherungssumme des Standardschutzes bei gravierenden Elementarschäden rasch zu finanziellen Engpässen. Insbesondere lokale Starkregenereignisse, die Keller und Erdgeschosse überfluten, treten zunehmend auch abseits klassischer Gefahrenzonen auf. Viele Eigentümer:innen wie auch Bauträger unterschätzen das reale Schadensausmaß an Bauwerk und Gebäudetechnik. Vor allem bei älteren Bestandsobjekten entspricht die bestehende Absicherung selten den aktuellen Wiederherstellungskosten.

Geringer Mehraufwand für signifikante Deckungserhöhung

Die finanziellen Aufwendungen für eine angemessene Risikovorsorge bewegen sich im Vergleich zum potenziellen Schadensausmaß auf moderatem Niveau. Der erweiterte Schutz bei außergewöhnlichen Naturkatastrophen schlägt im Durchschnitt mit etwa 280 Euro pro Jahr zu Buche. Die Prämienaufschläge für ein durchschnittliches Einfamilienhaus variieren marktweit zwischen 135 Euro und 377 Euro jährlich. Sarah Schwarzer, Versicherungsexpertin bei durchblicker, betont: „Vor dem Hintergrund steigender Wetterextreme und Starkregenereignisse ist jeder Haushalt gut beraten, die individuellen Risiken fürs Eigenheim neu zu bewerten und die aktuelle Versicherung ggf. anzupassen oder zu wechseln.“ Sie ergänzt pointiert: „Speziell ältere Polizzen sollten dahingehend regelmäßig überprüft werden.“

Deckungslücken im Miet- und Wohnungssektor

Auch im Bereich von Mietobjekten zeigt sich eine ausgeprägte Unterversicherung bezüglich der mobilen Gebäudeinhalte und technischen Ausstattungen. Obwohl eine kombinierte Eigenheim- und Haushaltsversicherung Gebäude und Inventar vollumfänglich schützt, schließen lediglich 4,5 Prozent der Mieter:innen eine erweiterte Naturgefahrendeckung ab. Bei durchschnittlichen Jahreskosten von circa 70 Euro erhöht sich die Versicherungssumme im Schadensfall hierbei auf bis zu 40.000 Euro.

Differenzierte Risikobewertung in Hochwasserzonen

Die Einstufung von Risikogebieten erfolgt standardmäßig in die Kategorien HQ30, HQ100 und HQ300, welche die statistische Wiederkehrwahrscheinlichkeit von Hochwasserereignissen definieren. In ausgewiesenen Gefahrenbereichen zeigt sich bei den Verantwortlichen ein erhöhtes Problembewusstsein. „39 Prozent der Versicherungsnehmer:innen, die angeben, in einem Risikogebiet zu wohnen, schließen den erweiterten Naturkatastrophenschutz ab“, erklärt Schwarzer. Während die Absicherung in der Zone HQ30 anspruchsvoll ist und nur von einzelnen Anbietern mit entsprechenden Prämienaufschlägen gewährt wird, unterscheiden sich die Konditionen in den Zonen HQ100 und HQ300 preislich oft nur geringfügig von standarisierten Polizzen.

© Cachalot Media House GmbH - Veröffentlicht am 07. September 2026 - zuletzt bearbeitet am 07. September 2026


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AutorRedaktion
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Risikomanagement
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