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e.nova 2026 in Pinkafeld
Die internationale Konferenz in Pinkafeld setzte neue Impulse für klimafreundliche Technologien.
Der Fachkongress e.nova 2026 am Studienzentrum Pinkafeld etabliert sich weiter als zentraler Treffpunkt für wissenschaftlichen und praktischen Austausch im Sektor der intelligenten Energie- und Klimastrategien. Ende Juni versammelten sich über 220 Expert:innen auf Initiative des Departments Energie & Umwelt der Hochschule Burgenland, um über zukunftsfähige Transformationsprozesse zu debattieren. Für Planer:innen und Ingenieur:innen signalisiert die hohe Beteiligung aus Wissenschaft und Wirtschaft einen intensivierten Wissenstransfer, der die Praxisreife innovativer Technologien spürbar beschleunigt.
Fokus auf thermische Systeme und Digitalisierung
Im Zentrum der technologischen Debatten standen innovative Ansätze zur Optimierung von Energiesystemen sowie die nächste Generation von Fernwärmenetzen. Die Teilnehmer:innen diskutierten tiefergehend über Sektorkopplung, Lastmanagement und datenbasierte Methoden zur Energieprognose. Für Fachplaner:innen und Bauträger:innen rücken damit zunehmend Speicher- und Flexibilitätslösungen in den Fokus, um Stromnetze intelligent zu steuern und Batterietechnologien sowie Wasserstoffthemen effizient in Quartierskonzepte einzubinden.
Digitale Zwillinge transformieren den Gebäudesektor
Ein wesentlicher Schwerpunkt der Konferenz betraf die Digitalisierung im Hochbau, insbesondere durch Building Information Modeling (BIM) und KI-gestützte Planungsstrategien. Die Relevanz von digitalen Zwillingen für energieeffiziente Sanierungen und adaptive Gebäuderegelungen wurde anhand aktueller Forschungsprojekte des Lowergetikums und Energetikums demonstriert. Diese Ansätze optimieren nicht nur den thermischen Gebäudebetrieb, sondern heben auch den Nutzerkomfort sowie Aspekte des Human-Centric Lighting auf ein neues Niveau, was für das moderne Facility Management wegweisende Impulse liefert.
Ganzheitliches Umweltmonitoring und Kreislaufwirtschaft
Die Diskussionen spandeten weite Bögen über den reinen Gebäudebetrieb hinaus hin zu klimaresilienter Stadtentwicklung und Ressourceneffizienz. Die Konferenzteilnehmer:innen analysierten Methoden zur Klimabilanzierung, zur nachhaltigen Biomassenutzung sowie zur Trinkwasserüberwachung im Rahmen funktionierender Kreislaufwirtschaften. Die Relevanz dieser Verknüpfung von Technologie und Gesellschaft unterstrich die renommierte Klimaforscherin Helga Kromp-Kolb, die nach zwei Jahrzehnten wieder auf dem e.nova-Podium sprach. Sie erinnerte an die Anfänge und betonte den Wandel der Aufgabenstellung: „Damals ging es darum, erneuerbare Energien weiterzuentwickeln und nutzbar zu machen. Das sind sie jetzt. Jetzt geht es darum, zu verstehen, dass es nicht eine reine technologische Transformation ist. Die Maßnahmen müssen in die Gesellschaft eingebettet sein.“
Wissenschaftlicher Nachwuchs und grüne Zertifizierung
Die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses bildete ein weiteres Kernanliegen der Veranstaltung, indem auch Schülerinnen und Schüler umliegender höherer technischer Lehranstalten aktiv in den Diskurs eingebunden wurden. Flankiert wurde der Kongress von hochkarätigen Keynotes, unter anderem von Tobias Pröll, Universitätsprofessor für Energietechnik und Energiemanagement an der Universität für Bodenkultur Wien, sowie Michael Haugeneder von ATP sustain. Eine organisatorische Premiere feierte die e.nova 2026 zudem durch ihre offizielle Zertifizierung als Green Meeting nach den Kriterien des Österreichischen Umweltzeichens, was ein verantwortungsvolles Veranstaltungsmanagement durch regionales Catering und ressourcenschonende Logistik unterstreicht.
Ausblick auf kommende Entwicklungen
Die wissenschaftlichen Beiträge der diesjährigen Konferenz werden zeitnah in einem digitalen Tagungsband veröffentlicht, um die Erkenntnisse der breiten Fachöffentlichkeit zugänglich zu machen. Für Branchenentscheidungsträger:innen steht der nächste Fixpunkt bereits fest, denn die kommende e.nova wird am 23. und 24. Juni 2027 am dann neu eröffneten Campus Pinkafeld stattfinden und die nächste Stufe der Energiewende beleuchten.
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AutorRedaktion
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Werner Stutterecker
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