Deutlicher Anstieg bei Green Jobs auf heimischem Arbeitsmarkt
Der aktuelle Arbeitsmarktreport von karriere.at belegt einen kontinuierlichen Anstieg von Stelleninseraten mit Bezug zu Umweltschutz und Ressourcenschonung.
Die Dekarbonisierung und die Transformation der Wirtschaft spiegeln sich im Jahr 2026 zunehmend in den Anforderungsprofilen des österreichischen Stellenmarktes wider. Laut dem aktuellen Arbeitsmarktreport des Karriereportals karriere.at verzeichnet der Anteil an Jobinseraten mit direktem Bezug zu Nachhaltigkeit, Klimaschutz oder der Energiewende einen kontinuierlichen Zuwachs. Im Jahr 2025 erreichten diese sogenannten „Green Jobs“ mit einem Anteil von 27 Prozent den bisherigen Höchststand auf der Plattform. Die Auswertung zeigt, dass mehr als jede vierte Stellenausschreibung mindestens einen von 28 definierten Kernbegriffen aus dem Umwelt- und Ressourcenbereich enthält.
Bei der Detailanalyse der Inserate sticht der Begriff „nachhaltig“ als stärkster Treiber hervor, der in 20 Prozent und damit in jeder fünften Ausschreibung Verwendung findet. Auf den weiteren Plätzen folgen die Nennungen für „Nachhaltigkeit“ mit sechs Prozent sowie „Klimaschutz“ und „umweltfreundlich“ mit jeweils zwei Prozent. Dass es sich um einen tiefgreifenden Trend und nicht nur um ein rhetorisches Phänomen handelt, zeigt der Fünfjahresvergleich: Selbst ohne die Berücksichtigung des primären Begriffs „nachhaltig“ stieg der Anteil der umweltbezogenen Inserate von vier Prozent im Jahr 2020 auf zwölf Prozent im Jahr 2025 an. Bei den erneuerbaren Energieträgern führt die „Photovoltaik“ das Ranking in den Texten an, gefolgt von Wasserkraft, Biomasse, Windkraft, Solarenergie und Geothermie. Spezifische Begriffe wie „Revitalisierung“, „Gebäudesanierung“ und „Thermische Sanierung“ blieben im untersuchten Zeitraum mit insgesamt 144 Nennungen hingegen noch ein Nischenphänomen im gesamten Anzeigenmarkt.
Sowohl in absoluten Zahlen als auch prozentual konzentrieren sich die nachhaltig ausgerichteten Positionen auf hochtechnologische Sektoren. Das Berufsfeld „Technik, Ingenieurwesen“ führt den Markt an: 35 Prozent aller Ausschreibungen in diesem Bereich beinhalten entsprechende Schlagworte, was sich in spezifischen Jobprofilen wie Elektrotechnikerinnen und Elektrotechnikern, Facharbeiterinnen und Facharbeitern im Gleisbau oder Berufen wie dem „Green Hydrogen Automation Engineer“ äußert. Knapp dahinter folgt das Berufsfeld „Wissenschaft, Forschung“, in dem rund jedes dritte Inserat Suchbegriffe wie „nachhaltig“, „Nachhaltigkeit“ oder „Green“ aufweist. Hier erstreckt sich die Bandbreite von Spezialisierungen in der Energietechnologie über die Forschung an Batteriespeichersystemen bis hin zu akademischen Positionen im Bereich des Circular Bioengineering. Georg Konjovic, CEO von karriere.at, führt diese Entwicklung auf die fortschreitende Transformation klassischer Berufsfelder und das Entstehen völlig neuer Tätigkeitsbereiche im Zuge der Dekarbonisierung zurück.
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