Knauf baut den Einsatz elektrischer Lkw in seiner Transportkette weiter aus. Die Mehrheit der beauftragten Logistikpartner setzt für das steirische Unternehmen bereits E-Fahrzeuge ein. Knauf verfolgt das Ziel, den Großteil der eigenen Logistik bis 2030 emissionsarm aufzustellen. Der Anteil von E-Lkw an der Flotte soll bis dahin rund 50 Prozent betragen, ergänzt durch einen verstärkten Schienentransport. Logistikleiter Christoph Kaurzinek sieht im aktuellen Flottenumbau einen wichtigen Schritt zur Transformation der gesamten Transportkette. Ein zentraler Baustein der Strategie ist ein intermodales Konzept für den Transport von Naturgips von Tragöß nach Weißenbach.
Durch die Verknüpfung von Bahn und E-Lkw konnten die CO2-Emissionen entlang der gesamten Kette um 84 Prozent reduziert werden, wie Julia Heißenberger von Silo Riedel festhält. Hannes Pichler, Geschäftsführer von Inno Riedel, verweist zudem auf die deutliche Entlastung der Bevölkerung von Lärm und Staub. In Wien setzt das Unternehmen auf spezialisierte Fahrzeuge für den städtischen Raum. Gemeinsam mit Schachinger Logistik wurde ein elektrischer Tridem-Lkw mit 35-Meter-Tonnen-Kran für die emissions- und geräuscharme Baustellenlogistik im Hochtransportbereich realisiert.
Schachinger betreibt mittlerweile vier E-Lkw für Knauf in Österreich. Auch die Spedition Huber beliefert Baustellen und Kunden mit batterieelektrischen Fahrzeugen und plant, die Flotte um elektrische Abroll- und Absetzkipper zu erweitern.Um den steigenden Strombedarf zu decken und die Eigenstromnutzung zu erhöhen, investiert das Fuhrunternehmen laut Geschäftsführer Johann Huber in eine Photovoltaikanlage mit rund 1,75 MWp sowie einen Energiespeicher mit einer Kapazität von etwa 1 MWh.