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Bauriese 2025 mit Rekord

Mit einer Leistung von über 20 Mrd. Euro und einem Auftragsplus im Wasser- und Infrastrukturbau setzt die Strabag neue Maßstäbe.

Der Baukonzern Strabag SE hat im Geschäftsjahr 2025 nach eigenen Angaben das bislang beste Konzernergebnis seiner Unternehmensgeschichte erzielt. Das österreichische Schwergewicht, das zu den größten Bauunternehmen Europas zählt, profitierte dabei massiv von einer strategischen Neuausrichtung auf zukunftskritische Felder. Wachstumsimpulse kamen primär aus dem Infrastrukturbau in den Bereichen Mobilität, Energie und Wasser sowie aus dem spezialisierten High-Tech-Industriebau. Ein besonderer Meilenstein im internationalen Geschäft war der Gewinn des „Project Finance International Award“ für das „Haweswater Aqueduct Resilience Programme“ in Großbritannien. Dieses Großprojekt mit einem Volumen von rund 3 Milliarden Pfund wurde als „Europe Infrastructure Deal of the Year 2025“ ausgezeichnet und unterstreicht die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns.

Konzernleistung durchbricht historische Marke

Trotz lokaler Herausforderungen, wie einem späten Haushaltsbeschluss in Deutschland und knappen kommunalen Mitteln in Österreich, konnte Strabag diese Effekte auf Gruppenebene durch die breite geografische Diversifikation – von Kanada über Chile bis Indien – mehr als kompensieren. Die Konzernleistung stieg im Vergleich zum Vorjahr um 6 % und durchbrach mit über 20 Mrd. Euro erstmals eine historische Marke. Noch deutlicher fiel das Wachstum beim Auftragsbestand aus: Dieser kletterte um 24 % auf über 31 Mrd. Euro. Das Unternehmen begründet diesen Rekordwert mit einer konsequenten Positionierung in globalen Wachstumsmärkten und der Fokussierung auf partnerschaftliche Vertragsmodelle, die auf lange Lebenszyklen und effizienten Betrieb ausgelegt sind.

Ökologische Transformation als zentraler Pfeiler


Der heimische Bauriese setzt weiterhin starkt auf die Kreislaufwirtschaft: „Ob Beton oder Asphalt: Wir treiben das Recycling von Baustoffen auf allen Ebenen voran. Es ist der Schlüssel zur zirkulären Bauweise der Zukunft“, so die strategische Ausrichtung. Diese Innovationskraft schlägt sich auch in der Profitabilität nieder. Die operative EBIT-Marge verbesserte sich deutlich auf 6,7 %, nachdem sie im Jahr 2024 noch bei 6,1 % gelegen hatte. Mit einer Eigenkapitalrendite (ROE) von zuletzt 17,3 % festigt das Unternehmen seine Position als hochrentabler Branchenakteur. Das Konzernergebnis kletterte um 11 % auf 916 Mio. Euro. Angesichts dieser starken Performance und einer soliden Nettomarge von etwa 4,6 % soll auch die Beteiligung der Aktionärinnen und Aktionäre am Erfolg steigen. Der Vorstand schlägt eine Dividende von 2,90 Euro je Aktie vor, was einer deutlichen Erhöhung gegenüber den 2,50 Euro des Vorjahres entspricht.

Für das kommende Geschäftsjahr 2026 gibt sich das Management optimistisch und erwartet eine weitere Steigerung der Leistung auf rund 22 Mrd. Euro. Die EBIT-Marge soll sich dabei nachhaltig in einer Bandbreite von 5,0 % bis 5,5 % stabilisieren, wobei Tochtergesellschaften wie die Ed. Züblin AG oder die Strabag AG Deutschland weiterhin eine tragende Rolle bei der Umsetzung komplexer Großprojekte spielen werden.

© Cachalot Media House GmbH - Veröffentlicht am 28. April 2026 - zuletzt bearbeitet am 28. April 2026


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AutorRedaktion
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