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Bank Austria erwartet milde Rezession

Der UniCredit Bank Austria Konjunktur-indikator sinkt auf minus 2,5 Punkte. Belastungen durch hohe Energiepreise dürften milde Rezession in Österreich während des Winters auslösen.

Die Abkühlung des Konjunkturklimas in Österreich setzt sich fort. Während die Probleme in den Lieferketten nur langsam nachlassen, stellen die Auswirkungen der hohen Energiepreise als Folge des Kriegs in der Ukraine eine immer stärkere Belastung für die österreichische Wirtschaft dar. „Der UniCredit Bank Austria Konjunkturindikator ist im September auf minus 2,5 Punkte gesunken und liegt damit den zweiten Monat in Folge im negativen Bereich. Der erneute Rückgang senkt den Indikator auf den niedrigsten Wert seit dem Frühjahr 2020“, meint UniCredit Bank Austria Chefökonom Stefan Bruckbauer und ergänzt: „Mittlerweile ist die Eintrübung der Konjunktur in allen Wirtschaftsbereichen spürbar. Nach der Abkühlung der Stimmung am Bau und in der heimischen Industrie seit Beginn des Kriegs in der Ukraine erhielt Ende des Sommers erstmals der Optimismus im Dienstleistungssektor einen deutlichen Dämpfer.“

Abschwung der Produktionsbereiche

Während der Stimmungsrückgang am Bau im August angesichts der noch guten Auftragslage und nachlassender Lieferprobleme vorerst noch relativ gering war, trübte sich das Konjunkturklima in der heimischen Industrie deutlich ein. Die Verschlechterung des Exportumfelds schlägt sich in einem rückläufigen Neugeschäft nieder. Zudem kam es nur zu einer geringfügigen Entspannung der Lieferverzögerungen, während die Kosten für Vormaterialien und vor allem für Energie, wie Gas und Strom, erneut stark gestiegen sind und mittlerweile die Rentabilität der Produktion gefährden.

Rezession im Winter erwartet

Das kräftige Wachstum der ersten Jahreshälfte ist bereits über den Sommer weitgehend zum Erliegen gekommen, da die Industrie und die Bauwirtschaft nicht mehr zulegen konnten. Mit dem Ausfall des Dienstleistungssektors als Wachstumsträger dürfte gegen Ende 2022 die österreichische Wirtschaft in eine – voraussichtlich milde – Rezession abgleiten.

„Nach der milden Rezession über den Winter erwarten wir mit einer beginnenden Entspannung der Inflation im weiteren Jahresverlauf 2023 eine langsame Erholung der Nachfrage und die Rückkehr der österreichischen Wirtschaft auf einen moderaten Wachstumspfad. Für das Gesamtjahr 2023 haben wir unsere BIP-Prognose von 1,5 auf nur noch 0,4 Prozent zurückgenommen“, so UniCredit Bank Austria Ökonom Walter Pudschedl.

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© Cachalot Media House GmbH - Veröffentlicht am 19. September 2022 - zuletzt bearbeitet am 02. März 2026


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