Zentralheizungen mit Sparpotenzial
Eine Analyse von Wohnio belegt hohe Einsparungen und CO2-Reduktion im mehrgeschossigen Wohnbau.
Die Optimierung von Zentralheizungen bietet großes Potenzial für die Wohnungswirtschaft. Eine Portfolioanalyse von Wohnio zeigt, dass durch intelligente Heizungsoptimierung in einem Bestand von 4.304 Wohnungen jährlich 635.868 Euro an Heizkosten sowie 780 Tonnen CO₂ eingespart werden können. Gleichzeitig verringert sich der Heizenergieverbrauch um 4.473 MWh pro Jahr, was einer durchschnittlichen Einsparung von 18,8 Prozent entspricht.
Die Analyse umfasst Wohngebäude mit einer Gesamtfläche von 379.529 Quadratmetern. Grundlage bilden die heizgradtagbereinigten Verbräuche über mehrere Jahre ohne Warmwasser. Vor allem im mehrgeschossigen Wohnbau, wo Heizkosten einen bedeutenden Anteil der Betriebskosten ausmachen, ermöglicht die datenbasierte Optimierung finanzielle Entlastungen ohne bauliche Sanierungsmaßnahmen oder den Tausch von Heizungsanlagen.
Viele Zentralheizungen laufen über Jahre hinweg mit suboptimalen Einstellungen. Durch eine kontinuierliche Datenanalyse lassen sich Energieverluste verringern, während der Wohnkomfort für Bewohner erhalten bleibt. Die effizienteste Kilowattstunde sei jene, die gar nicht erst verbraucht werde, betont Kevin Bauer-Hentschke, Gründer und Geschäftsführer von Wohnio.
Die Ergebnisse würden belegen, dass bereits durch intelligente Analyse, Digitalisierung und Optimierung bestehender Heizungsanlagen spürbare Beiträge zum Klimaschutz und zur Betriebskostensenkung möglich sind. Digitale Heizungsoptimierung biete somit eine rasch umsetzbare Lösung für Wohnbauträger, Hausverwaltungen und Bestandshalter. Für diesen technologiebasierten Ansatz wurde das Unternehmen mit dem Mercur Innovationspreis in der Kategorie Nachhaltigkeit ausgezeichnet.
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