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Wohnungsbooster Dachausbau

Bestehende Gebäude bieten Platz für Millionen Menschen so ein Green-Paper von Velux.

Prognosen zufolge benötigt die Europäische Union jährlich mehr als zwei Millionen zusätzliche Wohnungen. Gleichzeitig leidet ein Drittel der europäischen Bevölkerung unter ungesunden Raumklimabedingungen in den eigenen vier Wänden. Zudem entfallen rund 40 Prozent des Endenergieverbrauchs und 36 Prozent der energiebezogenen Treibhausgasemissionen auf Gebäude. Da der bestehende Gebäudebestand vielfach veraltet oder unzureichend ausgelastet ist, bietet eine gezielte Sanierung erhebliche Chancen für den Wohnungsmarkt.

Ein neues Green Paper der Velux Gruppe unter dem Titel „The Housing We Need For The Future We Want“ verdeutlicht, dass die aktuellen Wohnraumfragen nicht allein über Neubauten gelöst werden können. Mehr als 85 Prozent der gegenwärtig genutzten Bauten werden voraussichtlich auch im Jahr 2050 noch stehen.

50 bis 107 Millionen Wohnungen

Durch Modernisierung, Umnutzung von Nichtwohngebäuden, Schließen von Leerständen sowie Dachgeschossausbauten lassen sich europaweit zwischen 50 und 107 Millionen zusätzliche Wohnungen schaffen. Dies entspräche Raum für 115 bis 246 Millionen Personen. Zudem könnten in den kommenden 50 Jahren Einsparungen zwischen 3,9 und 19 Milliarden Tonnen CO₂-Äquivalent realisiert werden. Europa verfüge über ausreichende Wohninfrastruktur und es komme darauf an, diese zu erschließen, betont Lotte Clemmen Christensen, Senior Vice President für Buildings of the Future & Group Sustainability bei der Velux Gruppe.

Mit dem neuen Konzept „Re:Living“ solle gezeigt werden, wie Renovierungen von isolierten Projekten zu einer skalierbaren Gesamtlösung werden können. Der ganzheitliche Ansatz stellt Gesundheit, Leistbarkeit sowie Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt und umfasst die vier Schritte „Re:Think“, „Re:Scope“, „Re:Design“ und „Re:Cover“. Dadurch sollen Sanierungen für Hausbesitzer, Gewerbetreibende und Fachpartner attraktiver und einfacher machbar werden. In Österreich wird laut dem Future of Home Report 2026 bereits verstärkt renoviert: 53 Prozent der Befragten gaben an, in den vergangenen fünf Jahren Sanierungsmaßnahmen durchgeführt zu haben.

Hohe Kosten und zeitlicher Aufwand stellen jedoch weiterhin die zentralen Barrieren dar. Das gemeinsam mit den Partnern Artelia, Bpie, Rise und No Objectives entwickelte Paper bewertet neun konkrete Maßnahmen anhand von 10.000 Gebäudearchetypen und einem Modell des 21 Milliarden Quadratmeter großen europäischen Wohnbaubestands.

Hier gibt`s das gesamte Green Paper zum Nachlesen.

© Cachalot Media House GmbH - Veröffentlicht am 21. Oktober 2026 - zuletzt bearbeitet am 21. Oktober 2026


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AutorRedaktion
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