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Triiiple-Eigentümer streiten weiter

Ein Vergleich mit Heizungsbetreiber ist gescheitert, der Streit geht weiter.

Rund 200 Wohnungseigentümer der Wiener Triiiple-Wohntürme setzen ihren Rechtsstreit über die Wärme- und Kälteversorgung fort. Vergleichsgespräche mit einer Gesellschaft an welcher der Soravia-Konzern beteiligt ist, endeten am 4. Mai ohne Ergebnis.

Kern des Konflikts ist die Frage, ob die Energielieferung in der Anlage vertragskonform organisiert wurde und ob die Konditionen die Eigentümer unangemessen benachteiligen. Die Kläger argumentieren, in den Wohnungskaufverträgen sei Fernwärme Wien als Energielieferant genannt worden. Nach Vertragsabschluss sei ohne Zustimmung der Käufer auf eine Lösung mit der Soravia-Konzerngesellschaft Sem Energie- und Gebäudemanagement Gmbh umgestellt worden, verbunden mit vertraglichen Nachteilen. Zusätzlich kritisieren die Eigentümer verbrauchsunabhängige Grundpreise für Wärme und Kälte. Diese führten im Vergleich zu anderen Wohnhochhäusern zu deutlich höheren laufenden Kosten. Die Mehrkosten gegenüber der zugesicherten Fernwärme beziffern sie über die Vertragslaufzeit mit mehr als 10 Millionen Euro.

Ein weiterer Streitpunkt ist die Mitversorgung des benachbarten Austro Tower über eine auf dem Grundstück der Wohntürme errichtete Wärmepumpenanlage. Die Wohnungseigentümer sehen darin keinen Vorteil für die Bewohner und verweisen darauf, dass sie einer Einräumung von Leitungsrechten nicht zugestimmt hätten. Eine nachträgliche Zustimmung durch die Hausverwaltung Immocontract, die ebenfalls dem Soravia-Konzern zugerechnet wird, halten sie aus ihrer Sicht für unwirksam.

Nach Angaben der Rechtsanwälte der klagenden Eigentümer habe es in den Vergleichsgesprächen zunächst Annäherungen gegeben, unter anderem bei einer Reduktion der Grundpreise sowie bei der rechtlichen Absicherung der Versorgung. Im Gegenzug sei die Eigentümerseite demnach bereit gewesen, einer Versorgung des Austro Tower aus der Anlage sowie einer Vertragsverlängerung zuzustimmen. Der Vergleich sei jedoch an neuen Forderungen der Gegenseite gescheitert, weshalb die Verhandlungen abgebrochen wurden.

Soravia wehrt sich

Die Soravia-Firmengruppe findert die Aussagen der Eigentümergemeinschaft in mehreren Punkten als unrichtig.  Es sei die SEM Anlagen GmbH welche die „Energieversorgungsanlage“ in den Triiiple Tower errichtet habe und diese auch betreibt. Dazu wurde zwischen den Projektgesellschaften und der SEM Energie- und Gebäudemanagement GmbH(„SEM-Energie“) Wärme- und Kältelieferverträge abgeschlossen, so Soravia in einer schriftlichen Stellungnahme.
Darin wird weiters festgehalten, dass die Adomo Beteiligungs GmbH indirekt zu 51% Eigentümer der SEM-Energie ist und Soravia in Höhe von 37,4% an der Adomo Beteiligungs GmbH beteiligt ist und Soravia durchgerechnet nur rund 19% an den SEM-Gesellschaften hält. 
Weiters legt Soravia Wert auf die Feststellung, dass man nur zu 55% an den Projektgesellschaften beteiligt ist und die restliche Beteiligung entfällt auf die ARE Austrian Real Estate Development GmbH entfällt und deshalb keine Entscheidungsfindung durch Soravia gegeben sei, sondern Einvernehmen mit der ARE erforderlich sei.
Zu den gescheiterten Vergleich teilt Soaravia folgendes mit: "ARE hat 2025 als Mediator zwischen den Parteien ein Gespräch initiiert, an dem – ebenfalls als Mediator – Erwin Soravia teilgenommen hat. Dieses Gespräch hat in den Räumlichkeiten der ARE stattgefunden, leider hat das zu keinem Ergebnis geführt.

 

© Cachalot Media House GmbH - Veröffentlicht am 06. Mai 2026 - zuletzt bearbeitet am 07. Mai 2026


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AutorRedaktion
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TRIIIPLE
Rechtsstreit
Fernwärme
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