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Teuerung im Bauwesen flacht leicht ab

Laut Statistik Austria bleiben die Baukosten im Juli 2026 hoch, stagnieren aber im Vormonatsvergleich.

Die Baukosten in Österreich verharren im Sommer 2026 auf einem hohen Niveau, zeigen jedoch erste Tendenzen einer konsolidierenden Entwicklung im Monatsvergleich. Nach den vorläufigen Berechnungen von Statistik Austria lagen die Kosten für den Wohnhaus- und Siedlungsbau im Juli 2026 um 5,2 % über dem Niveau des Vorjahresmonats. Im Infrastruktur- und Tiefbausektor fällt die jährliche Steigerung noch deutlicher aus: Der Straßenbau verzeichnet ein Plus von 7,9 %, der Siedlungswasserbau verteuerte sich um 6,5 % und der Brückenbau um 6,0 % im Vergleich zum Juli 2025.

Betrachtet man hingegen die kurzfristige Dynamik gegenüber dem Vormonat Juni 2026, zeichnet sich eine leichte Entlastung ab. Im Wohnbau sanken die Kosten leicht um 0,3 % auf einen Indexwert von 105,5 Punkten. Auch im Straßenbau war ein minimaler Rückgang von 0,2 % (auf 108,3 Punkte) zu verzeichnen. Die Indizes im Brückenbau (106,5 Punkte) und im Siedlungswasserbau (107,0 Punkte) verharrten exakt auf dem Niveau des Vormonats, was auf eine vorübergehende Stabilisierung der Material- und Lohnkosten hindeutet.

Der Baukostenindex misst die tatsächlichen Aufwendungen der ausführenden Bauunternehmen für Material, Lohn, Energie und Maschinen. Er unterscheidet sich vom Baupreisindex, der die von Bauherren zu zahlenden Endpreise inklusive Gewinnspannen abbildet.

Die Daten der aktuellen Indexreihe basieren auf der neu eingeführten Basis 2025 (100,0 Punkte). Nach einem kräftigen Kostenanstieg in den Frühjahrsmonaten März bis Mai 2026 flacht die Kurve im Sommer somit ab. Für Auftraggeber und Bauunternehmen bedeutet das ein vorläufiges Ende der dynamischen Monatsteuerungsraten, wenngleich das Gesamtniveau im Vorjahresvergleich in allen Bausparten spürbar erhöht bleibt.

© Cachalot Media House GmbH - Veröffentlicht am 17. August 2026 - zuletzt bearbeitet am 17. August 2026


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